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12.09.2018 12:12
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Aktien Frankfurt: Dax quält sich weiter

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch weiter in der Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 12 000 Punkten bewegt. Gute Vorgaben von der Wall Street stützten den deutschen Leitindex, doch fehlten die Impulse für eine deutlichere Erholung. Gegen Mittag stand das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit 0,32 Prozent im Plus bei 12 009,04 Zählern. Schwache Produktionsdaten aus Europa dämpften dabei nur kurzzeitig. "Die gute Nachricht für den deutschen Aktienmarkt ist, es geht zumindest vorerst nicht weiter runter. Aber die schlechte ist, die Gefahr eines weiteren Abrutschens und einer Beschleunigung des Abwärtstrends ist dadurch nicht gebannt", konstatierten die Experten von CMC Markets.

Der deutsche Leitindex pendelt bereits seit einigen Tagen um die psychologisch wichtige Marke von 12 000 Zählern. Mit jedem Tag, den sich der Dax derzeit "quäle", werde der Markt anfälliger für einen Test der immens wichtigen Unterstützungszone bei 11 800 Punkten, so die CMC-Beobachter. In der vergangenen Woche war der Dax mit mehr als drei Prozent Kursverlust in den ohnehin als schwach geltenden Börsenmonat September gestartet. Vor allem der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China hält die Anleger derzeit in Deckung.

Etwas stärker als der Dax konnte am Mittwoch der breitere Markt zulegen: Der Index der mittelgroßen Werte MDAX stand zuletzt 0,51 Prozent höher bei 26 480,96 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDAX rückte um 0,64 Prozent auf 2913,84 Punkte vor. Dem Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging indes bis zum Mittag die Luft fast vollständig wieder aus, er trat mit plus 0,01 Prozent bei 3312,00 Punkten nahezu auf der Stelle.

Auf Unternehmensseite standen im Dax am Mittag vorrangig zuletzt stark gefallene Aktien ganz oben auf den Spitzenplätzen: Lufthansa- und Adidas-Papiere kletterten jeweils um mehr als ein Prozent. Die Anleger deckten sich nun zu günstigeren Preisen ein. Die Anteile am Sportartikelhersteller etwa waren am Vortag auf ein mehrwöchiges Tief gefallen. Aktien der Fluggesellschaft haben im Jahresverlauf fast 30 Prozent verloren.

Thyssenkrupp-Aktien legten nach einem milliardenschweren Auftrag für den schwächelnden Anlagenbau des Industriekonzerns um mehr als ein halbes Prozent zu. Für das Öl- und Gasunternehmen MOL soll der Konzern einen Chemiekomplex in Ungarn bauen.

Eon-Aktien standen auch am Mittag weiter am Dax-Ende. Nach zwei starken Tagen verloren die Papiere zuletzt mehr als dreieinhalb Prozent. Ein schwacher Gewinnausblick des britischen Versorgers Scottish & Southern Energy (SSE) belastete europaweit die Branche. Negativ für Eon hinzu kam noch ein vorsichtigerer Kommentar der US-Investmentbank Morgan Stanley. Analyst Nicholas Ashworth kürzte seine Gewinnschätzungen und sieht die Aktie kurzfristig unter Druck. Auch der RWE-Kurs gab in diesem Umfeld um mehr als 1 Prozent nach.

Zu den größten Verlierern mit ebenfalls mehr als 1 Prozent Kursabschlag gehörten auch die Aktien der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom). Hier stieß den Anlegern auf, dass sich die geplante milliardenschwere Übernahme des Rivalen Sprint (Sprint Nextel) durch die US-Mobilfunksparte verzögern könnte, weil die US-Telekomaufsicht FCC mehr Zeit für die Überprüfung der angedachten Netzzusammenlegung braucht.

Im TecDax schossen Cancom nach einem sehr optimistischen Ausblick des IT-Dienstleisters auf das zweite Halbjahr mit mehr als 8 Prozent Kursplus an die Index-Spitze. Das Papier hat allerdings seit Mitte Juli hohe Kursverluste wegstecken müssen, von denen nun ein Teil ausgebügelt ist.

Nordex (Nordex)-Aktien verteuerten sich um mehr als 4 Prozent. Der Windkraftanlagenbauer hat einen Auftrag aus Südafrika erhalten, bereits der zweite im September. Der Großauftrag belege, dass sich die Auftragslage bei Nordex wie vom Unternehmen in Aussicht gestellt bessere, sagte ein Händler./tav/fba

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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