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15.01.2020 15:01
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Aktien Frankfurt: Dax vor Unterzeichnung des ersten Handelsabkommens im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat am Mittwoch vor der Unterzeichnung eines Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China nachgegeben. Am Nachmittag belief sich das Minus auf 0,20 Prozent bei 13 430,22 Punkten. Über weite Strecken präsentierte sich der deutsche Leitindex lethargisch. Das Rekordhoch bei 13 596 Punkten bleibt gleichwohl in Sicht.

Für den MDAX der mittelgroßen Börsenwerte ging es um 0,27 Prozent nach unten auf 28 384,51 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) sank um 0,25 Prozent.

Fast zwei Jahre nach Beginn des Handelskriegs zwischen den USA und China wollen die beiden Länder nun ein erstes Handelsabkommen besiegeln. Für einen Stimmungsdämpfer sorgte aber eine Kreisemeldung, wonach die Zölle für in die USA exportierte Waren aus China zunächst nicht gestrichen werden. Vor der Unterzeichnung warnte zudem US-Finanzminister Steven Mnuchin China davor, die Zusagen nicht einzuhalten. In einem solchen Fall hätte US-Präsident Donald Trump weiterhin die Möglichkeit, neue Strafzölle zu verhängen, sagte Mnuchin dem Nachrichtensender CNBC.

Mit einer anhaltenden Stimmungsverschlechterung am Markt rechnen die Experten der Dekabank aber nicht, auch wenn die Zweifel am Inhalt des Handelsabkommens derzeit auf den Märkten laste.

Investoren richteten derweil ihre Augen auch zur Wochenmitte auf Unternehmen aus den USA, wo die Berichtssaison weiter anläuft. An diesem Mittwoch folgten Goldman Sachs und die Bank of America mit Zahlen, wobei vor allem Goldman enttäuschte. Die Papiere der Deutschen Bank (Deutsche Bank) reagierten daraufhin mit Abschlägen von 1,8 Prozent, nachdem sie am Vortag nach starken JPMorgan (JPMorgan ChaseCo)-Zahlen kräftig zugelegt hatten.

Im MDax sackten Commerzbank als Schlusslicht um fast 4 Prozent ab und Aareal Bank um mehr als 3 Prozent. Bei letzterer belastete eine Abstufung durch Pareto.

Aktien aus dem Autosektor waren ebenfalls schwach. Die ersten Details zum Handelsdeal sorgten für einen Dämpfer, sagten Händler. Zölle sind gerade für die konjunkturabhängigen Autohersteller Gift. Im Dax waren Daimler mit minus 2,2 Prozent das Schlusslicht.

Wie bereits an den beiden Vortagen eroberten dagegen die Wirecard-Aktien (Wirecard) erneut den ersten Platz im Leitindex mit einem Aufschlag von fast 3 Prozent. Zwei Kurstreiber machen Marktbeobachter derzeit bei Wirecard aus: Zum einen der Wechsel an der Spitze im Aufsichtsrat, zum andern Übernahmemeldungen in der Branche.

Mit einem erneuten Rekordhoch ging auch die Erfolgsgeschichte des Triebwerkherstellers MTU (MTU Aero Engines) weiter. Das Kursplus belief sich am Nachmittag auf 1,7 Prozent. MTU profitiert insbesondere nach der Stilllegung der Boeing 737 Max von einem starken Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft mit Triebwerken. Die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA (Merck) kletterten im Verlauf ebenfalls auf ein Rekordhoch.

Stark mit einem Plus von mehr als 7 Prozent präsentierten sich an der SDax-Spitze (SDAX) die Aktien des Eisenbahntechnik-Unternehmens Vossloh. Schub verlieh die Charttechnik. Vor allem aber gilt Vossloh als Profiteur der Investitionspläne des Bundes in die Bahn-Infrastruktur. Die Papiere sind seit dem 8. Januar wieder in dem Nebenwerteindex SDax vertreten.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen legten zu. Die Umlaufrendite sank im Gegenzug von minus 0,22 Prozent am Dienstag auf minus 0,25 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,15 Prozent auf 143,84 Punkte. Der Bund Future legte um 0,34 Prozent auf 171,63 Zähler zu.

Der Euro machte anfängliche Verluste wett und kostete zuletzt 1,1149 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1115 Dollar festgesetzt./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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