27.07.2021 14:39

Aktien Frankfurt: Dax weiter im Minus - China bereitet Sorgen

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat am Dienstag seine Abschläge vom Wochenauftakt ausgeweitet. Verluste am Aktienmarkt in China, wo eine zunehmende staatliche Regulierung den Investoren Sorgen bereitet, hinterließen auch hierzulande in den Kursen ihre Spuren. Pekings Politik verunsichere die Investoren, sagte Milan Cutkovic, Analyst beim Broker Axi.

Der deutsche Leitindex stand am Nachmittag noch 0,52 Prozent tiefer auf 15 537,28 Punkten, nachdem er vormittags in Richtung 15 400 Zähler abgerutscht war. Der MDAX der mittelgroßen Werte sank zuletzt um 0,28 Prozent auf 34 990,27 Punkte. Für den EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um 0,6 Prozent nach unten.

Das Kursniveau bei 15 500 Punkten im Dax sollte gehalten werden, ansonsten drohe ein erneuter Rücksetzer bis 15 000 Punkte, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Dafür müssten sich aber sowohl die Börsenwelten in Asien als auch in den USA freundlich präsentieren, so Lipkow. In New York hatten am Vortag die wichtigsten Indizes weitere Rekorde erzielt, an diesem Dienstag deuten sich im Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) moderate Verluste an.

Im Dax waren Aktien aus der Automobilindustrie die größten Verlierer. BMW, Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) und Daimler gaben um bis zu 1,9 Prozent nach. Zu Volkswagen gab es Spekulationen um ein erhöhtes Angebot für die Mietwagenfirma Europcar, die den Kurs letztlich aber kaum beeinflussten. Continental verloren 1,6 Prozent und profitierten somit nicht vom erhöhten Ausblick des französischen Reifen-Konkurrenten Michelin (Michelin (Compagnie Générale d Etablissements Michelin SCPA)). Die Aussagen von Michelin zu Marktanteilsgewinnen seien hinderlich, sagten Händler.

Die Anteile des Biotech-Unternehmens MorphoSys rutschten im MDax nach einer Abstufung durch die Commerzbank weiter ab auf ein Tief seit 2016. Mit einem Minus von mehr als zehn Prozent waren sie in dem Index das Schlusslicht. Vorne waren Dürr mit einem Plus von mehr als sieben Prozent. Der Maschinen- und Anlagenhersteller hob dank eines stark anziehenden Geschäfts die Prognosen für das laufende Jahr an.

Im Nebenwerteindex SDAX setzten sich die Titel des Staplerherstellers Jungheinrich nach einer Kaufempfehlung durch die Privatbank Berenberg mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent an die Spitze. Die Aktien des Konkurrenten Kion (KION GROUP) gaben indes im MDax trotz einer Prognoseerhöhung um 1,2 Prozent nach. Angesichts der bisher starken Kursentwicklung dürfte sie bereits großteils eingepreist sein, hieß es dazu von der UBS.

Der Euro reduzierte am Nachmittag seine Verluste merklich und kostete 1,1812 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1787 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,49 Prozent am Vortag auf minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,05 Prozent auf 146,26 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,19 Prozent auf 176,19 Zähler./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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