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03.12.2019 19:54
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Aktien New York: Trump setzt Kurse nochmals unter Druck

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag mit Blick auf eine baldige Einigung im Handelskrieg auf die Bremse getreten und damit die Anleger auch am zweiten Tag der Börsenwoche auf dem falschen Fuß erwischt. Trump dämpfte die Hoffnungen auf ein baldiges erstes Teilabkommen mit China. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) fiel daraufhin um 1,12 Prozent auf 27 470,98 Punkte. Damit waren die Gewinne des Dow der vergangenen Wochen zunichte gemacht.

Der US-Präsident hat es nach eigenem Bekunden nicht eilig, mit den Chinesen etwas unter Dach und Fach zu bringen. In gewisser Hinsicht gefalle ihm die Idee, "bis nach der Wahl auf den China-Deal zu warten", sagte Trump mehrfach vor Reportern - wenngleich er betonte, dass es sich dabei nur um Gedankenspiele von ihm handele. Viele Marktteilnehmer hatten mit der Kurs-Rally der vergangenen Monate darauf gesetzt, dass Trump ein Abkommen noch vor der Präsidentschaftswahl in den USA abschließen will.

Der marktbreite S&P 500 verlor am Dienstag 0,78 Prozent auf 3089,48 Zähler. Der technologielastige NASDAQ 100 büßte 0,90 Prozent auf 8234,62 Punkte ein. Immerhin konnten der Dow, der S&P 500 und der Nasdaq 100 nach ihren Tagestiefständen die Verluste im weiteren Verlauf des Handels etwas eingrenzen.

Chefvolkswirt Chris Hussey von der Investmentbank Goldman Sachs schrieb in einem Marktkommentar von "tendenziell wieder schlechteren Nachrichten aus dem Weißen Haus" zum Handelskonflikt mit China. Anleger reduzierten daher wieder ihre Risiken. Hussey verwies auf den US-Anleihemarkt, wo die Kurse zehnjähriger US-Papiere am Dienstag im frühen Handel stark stiegen und die Renditen entsprechend nachgaben.

Nachdem Trump die Anleger am Montag bereits mit neuen Zolldrohungen gegen Brasilien und Argentinien verschreckt hatte, schaukelt sich nun auch die Konfrontation mit Frankreich hoch. Als Reaktion auf eine Digitalsteuer in Frankreich bestätigte Trump die Pläne der USA für hohe Strafzölle auf französische Produkte. Die Digitalsteuer würde Internetgiganten wie Amazon, Google (Alphabet C (ex Google)) und Facebook treffen. Amazon und Facebook verloren jeweils gut ein Prozent. Aktien der Google-Holding Alphabet drehten nach anfänglichen Verlusten wieder ins Plus.

Weiter geht auch der Streit mit der EU um Subventionen für den Flugzeugbau. Airbus (Airbus SE (ex EADS))-Aktien reagierten in Europa negativ auf einen Befund der Welthandelsorganisation WTO, dass der Konzern weiterhin unzulässige Subventionen von EU-Ländern erhalte. Dass die USA deshalb höhere Vergeltungszölle erwägen, war für den Konkurrenten Boeing aber keine Hilfe, die Aktien lagen mit 1,2 Prozent im Minus. Eine Gegenklage der EU steht noch aus.

Mit einem Minus von 1 Prozent zählten auch die Aktien von General Electric (GE) (General Electric) zu den Verlierern nach einem Investorentag, den das Urgestein der US-Industrie zu seiner Gesundheitssparte abhielt. Analyst Stephen Tusa von JPMorgan zeigte sich enttäuscht von den Prognosen von GE für diesen Geschäftsbereich, die unter den niedrigsten Markterwartungen lägen./bek/fba

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