Am Flughafen Frankfurt: Lufthansa baut Super Star und Ju-52 ein Museum - und spart dabei

12.04.24 15:48 Uhr

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Der Umzug war angekündigt. Doch wohin sie am Ende ziehen würden, war noch nicht klar. Lufthansa lagerte seit rund fünf Jahren zwei historische Flugzeuge zuerst in Bremen und dann am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Doch das Unternehmen versprach, die Lockheed L-1694A Super Star und Junkers Ju-52 zum 100. Firmenjubiläum wieder aus der Versenkung zu holen und öffentlich auszustellen.Zur Auswahl als Ausstellungsort standen München und Frankfurt. Jetzt hat sich die Lufthansa Group entschieden. Sie baut für die beiden historischen Flugzeuge in nächster Nähe ihres Aviation Center genannten Verwaltungssitzes am Frankfurter Flughafen ein neues Gebäude. Sie würden dort ab dem Frühjahr 2026 «dauerhaft ausgestellt», so das Unternehmen. Dank einer großen Glasfassade seien sie auch von außen sichtbar.Flugzeuge aus verschiedenen EpochenBei der Lockheed L-1694A handelt es sich um einen Flieger aus dem Jahr 1957. Die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung hatte im Jahr 2007 drei Exemplare des viermotorigen Propellerflugzeuges gekauft, die gegen Ende der 1950er-Jahre auf den Lufthansa-Routen zwischen Deutschland und Nordamerika geflogen waren. Aus ihnen wollte sie ein flugfähiges Flugzeug zusammenbauen. Doch 2018 stoppte der Konzern das Vorhaben, weil es zu teuer wurde.Stolze 84 Jahre alt ist die Junkers Ju-52 mit dem historischen Kennzeichen D-AQUI. Bis zum Sommer 2018 führte sie sogar noch Rundflüge durch. Doch nach dem Absturz eines solchen Fliegers in den Schweizer Alpen war damit Schluss. Und seither wurde für sie eine ständige Bleibe gesucht. Am Flughafen Frankfurt wurde die nun gefunden.Neues Gebäude hilft vor allem auch beim SparenAlleine um die Oldtimer geht es Lufthansa freilich nicht. Das neue Gebäude wird nicht nur Museum, sondern auch Konferenz- und Besucherzentrum sein. Zudem sollen in ihm Angestellte arbeiten. Es werde «ein Ort für neue Formen der Zusammenarbeit für die Mitarbeitenden», so der Konzern. Das klassische Büro habe zunehmend ausgedient, schreibt er. Immer häufiger arbeite man bereichs- und abteilungsübergreifend zusammen. Dafür brauche man «multifunktionale Kollaborationsbereiche», die flexibel genutzt werden könnten.Das hilft zugleich beim Sparen. Vor vier Jahren hat Lufthansa Group nämlich begonnen, die Büroflächen am Standort Frankfurt zusammenzulegen. Bis Ende dieses Jahres habe man die Büro- und Verwaltungsflächen in verschiedenen Gebäuden um rund 60.000 Quadratmeter reduziert, so das Unternehmen. Das entspreche einer Verringerung von 30 Prozent.Ein zweischneidiges JubiläumLufthansa Group verspricht ein «lichtes Gebäude im Stile eines Flugzeughangars». Es bekommt eine offenen Galerie, von der aus Besucherinnen und Besucher Exponate der Unternehmensgeschichte erkunden können. Sie würden teilweise erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch ein Café wird es geben. Geplant sind zudem eine Dachbegrünung, eine Photovoltaikanlage, Erdwärmepumpen und Erdkollektoren.2026 ist der 100. Jahrestag der erstmaligen Lufthansa-Gründung. 1926 entstand die Deutsche Luft Hansa in Berlin durch den Zusammenschluss von Deutscher Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr. Nach der Nazi-Herrschaft und ihren Gräueln, in die auch die Fluggesellschaft verwickelt war, wurde sie liquidiert. Man sei nicht Rechtsnachfolgerin des 1926 gegründeten Unternehmens, sondern der in 1953 neu gegründeten Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf, betont das Unternehmen, das seit 1954 Namen Deutsche Lufthansa trägt und 1955 den Flugbetrieb aufnahm. Das Jubiläum wolle man dennoch «gebührend» feiern.In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder des geplanten Gebäudes sowie der Super Star und Junkers Ju-52. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.Weiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH

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Quelle: aeroTELEGRAPH

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