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17.01.2019 09:32
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ANALYSE/Bei Goldman ist bei Weitem nicht alles Gold

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Von Aaron Back

NEW YORK (Dow Jones)--Goldman Sachs hat im vierten Quartal die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Aber die Geschäftsergebnisse sind in Wahrheit gar nicht so berauschend, wie es auf den ersten Blick aussieht. Insbesondere die Rückstellungen in Zusammenhang mit dem Skandal um den Staatsfonds 1MDB in Malaysia wirken nicht ausreichend und es hapert auch an schlüssigen Erklärungen an die Finanzmärkte.

Die Investmentbank berichtete über 8,08 Milliarden US-Dollar Quartalseinnahmen bei einem Gewinn je Aktie von 6,04 Dollar. Das sieht ziemlich überzeugend gegenüber den erwarteten 7,5 Milliarden Dollar an Einnahmen und 4,30 Gewinn je Aktie aus. Die Erträge im Anleihehandel - ebenso wie die Einnahmen aus dem Emissionsgeschäft - gaben im Gleichklang mit anderen Geldhäusern nach. Dagegen erhöhten sich die Erträge aus dem Bereich Merger and Acquisition um 56 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar.

Trügerische Hoffnung auf bessere Zeiten

Diese Ergebnisse ließen die Investoren aufatmen. Die wegen der Wirtschaftslage und den Risiken aus dem 1MDB-Skandal gebeutelte Aktie erlebte eine Bergfahrt von 9,5 Prozent. Allerdings verharrt das Papier um 13 Prozent unter dem Kursniveau von Anfang November, als ein Goldman-Partner im Skandal in Malaysia seine Schuld zugab und ein anderer Mitarbeiter auf die Anklagebank geriet.

Auch nach dem Kursanstieg gibt es reichlich Grund zur Vorsicht. Die starke Aktivität bei Fusionen und Übernahmen als Treiber für die Geschäfte im vierten Quartal dürfte bald nachlassen. Goldman sammelt die Gebühren ein, sobald die Transaktionen unter Dach und Fach sind, was meist erst Monate nach der Ankündigung der Fall ist. Die Volumina erreichten Mitte 2018 ihren Höchststand und geben seitdem nach. Von daher dürfte an das jüngste Erfolgsquartal nicht angeknüpft werden können.

Skandal in Malaysia ist noch lange nicht ausgestanden

Noch wichtiger: Die Folgen der 1MDB-Angelegenheit hängen wie eine dunkle Gewitterwolke über dem Finanzkonzern. Goldman hat bisher im vierten Quartal Rückstellungen in Höhe von 516 Millionen Dollar für Rechtskosten gebildet. Fürs Gesamtjahr sind es 844 Millionen Dollar, auch wenn die Firma nicht aufschlüsselte, wie viel davon direkt mit 1MDB zusammenhängt. Es dürfte nicht reichen. Die Summe von Anleihe-Emissionsgebühren, die Malaysia von Goldman zurückverlangt, beläuft sich allein schon auf rund 600 Millionen Dollar. Und da sind dann auch noch die potenziellen Strafen der USA und anderer außen vor.

Analyst Mike Mayo von Wells Fargo sieht die Bandbreite der gesamten Kosten bei 300 Millionen bis 5 Milliarden Dollar. Geht es am Ende in Richtung des oberen Endes könnte Goldman an seinen Aktienrückkäufen knausern. Das machte das Unternehmen bereits vor einem Jahr nach einer 4,4 Milliarden Dollar hohen Steuerforderung. Bis die Märkte hier Klarheit bekommen, dürfte Goldman hinter der Konkurrenz her hinken.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/axw/cbr

(END) Dow Jones Newswires

January 17, 2019 03:32 ET (08:32 GMT)

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02.01.2019Goldman Sachs Equal WeightBarclays Capital
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