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23.02.2018 15:52
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Snap-Chef verdient 637, 8 Millionen Dollar - ist Spiegel sein Geld wirklich wert?

Erholung nach Kursrutsch: Snap-Chef verdient 637, 8 Millionen Dollar - ist Spiegel sein Geld wirklich wert? | Nachricht | finanzen.net
Erholung nach Kursrutsch
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Über 637,8 Millionen Dollar in der Lohntüte kann sich der Chef des Snapchat-Betreibers Snap freuen. Währenddessen vernichtete ein Tweet von Kylie Jenner am Donnerstag kurzzeitig über 1,7 Milliarden Dollar an Börsenwert.
Mit der Nachricht, Snapchat nach einem Update nicht mehr zu nutzen, trug Kylie Jenner am Donnerstag erheblich zum Absturz der Aktie der App-Betreiberfirma Snap bei. Der Kurs sank zeitweise um fast acht Prozent, was in Börsenwert etwa 1,7 Milliarden Dollar entspricht. Am Ende schloss die Aktie gut sechs Prozent schwächer.

Was war passiert? Kylie Jenner, Halbschwester von Fernsehstar Kim Kardashian, hatte sich bei Twitter eigentlich nur erkundigt, ob sie die einzige sei, die die Snapchat-App nicht mehr öffne. Damit setzte das wegen ihrer vielen Follower "Snapchat Queen" genannte US-Model den Kontroversen um die Neugestaltung der App jedoch die Krone auf.

Gegen das umstrittene Update, das Snapchat eigentlich bedienerfreundlicher machen soll, war am Vortag eine Petition im Netz gestartet worden, der sich zuletzt bereits über 1,2 Millionen Nutzer angeschlossen hatten. Analysten der Citigroup rieten wegen des Ärgers um die Neugestaltung der App dazu, die Aktie zu verkaufen.

Snap-Chef Evan Spiegel hat trotzdem gut lachen, er verdiente 2017 dank des Börsengangs enorme 638 Millionen Dollar, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorging. Und auch Kylie Jenner zeigte sich in einem weiteren Tweet später versöhnlich und schrieb: "Liebe dich aber immer noch Snap... meine erste Liebe".

Währenddessen kann sich Snap-Chef Evan Spiegel fast zeitgleich über eine Vergütung von über 637,8 Millionen US-Dollar für das Jahr 2017 freuen. Dies ist nach Angaben des Unternehmens die Vergütung von Evan Spiegel für das vergangene Jahr, in dem der US-Messaging-Dienst an die Börse ging. Damit strich er einen er mehr als doppelt so hohen Betrag ein, wie die Chefs der zehn größten amerikanischen Technologiekonzerne 2016 zusammen. Es ist die dritthöchste jemals an einen Firmenchef gezahlte Summe. Mehr Geld bekam nach Daten des einflussreichen Aktionärsberaters ISS lediglich der Hedgefondsmanager Daniel Och. Dieser erhielt demnach als Chef von Och-Ziff Capital Management Group 918,9 Millionen Dollar für 2007 und sogar 1,19 Milliarden für 2008.

Spiegels Basisgehalt im vergangenen Jahr belief sich auf lediglich 98.078 Dollar, wie aus einer Pflichtmitteilung von Snap hervorging. Zusammen mit anderen Entgeltbestandteilen kam er auf rund 1,2 Millionen Dollar. Den Löwenanteil seines Vergütungspakets machen mit 636,6 Millionen Dollar aktienbasierte Prämienleistungen aus.

Snap war vergangenes Jahr an die Börse gegangen. Die Aktie des Facebook-Rivalen erreichte erst Anfang dieses Monats wieder den Ausgabekurs von 17 Dollar, nachdem sie seit Juli darunter gelegen hatte.

Dies dürfte Evan Spiegel unter Zugzwang setzen. Wenn ein einziger Tweet dem Aktienkurs von Snap derart den Boden unter den Füßen wegreißen kann, dann zeigt dies, dass das Papier offenbar auf einem sehr wackligen Fundament steht. Es ist nun an Spiegel, den besorgten Aktionären Mut zu machen und Kritikern entgegen zu treten. Langfristig wird Spiegel einen tragfähigen Plan brauchen, um die Nutzerzahlen von Snapchat stärker wachsen zu lassen, um sich von der starken Konkurrenz abzuheben. Zuletzt waren jedoch auch mehrere Analysten gegenüber Snap skeptisch gestimmt. Sollte sich der abfallende Aktienkurs darauf gründen, könnte dies ein erheblicheres Problem für den Snap-Chef bedeuten.

Am Freitag sieht es jedoch fürs erste nach Erholung aus. Die Snap-Aktie legt im frühen Handel an der NYSE rund zwei Prozent zu.

/hbr/DP/zb

Redaktion finanzen.net mit Material von(dpa-AFX) und Reuters

Bildquellen: Jae C. Hong/AP, Ink Drop / Shutterstock.com, Michael Kovac/Getty Images for Vanity Fair, Gil C / Shutterstock.com

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08.02.2018Snap HoldAegis Capital
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