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12.02.2019 15:01
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Apples iPhones in China weniger gefragt - Abstand zu Huawei wächst

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Von Dan Strumpf

HONGKONG (Dow Jones)--Apple gerät in China gegenüber Huawei immer mehr ins Hintertreffen. Der Absatz von iPhones sank im vergangenen Quartal deutlich stärker als der Gesamtabsatz der mobilen Alleskönner in dem Land. Der Abstand zwischen der Apple Inc und dem lokalen Rivalen Huawei Technologies Co in dem größten Smartphonemarkt der Welt wurde größer.

Apple verzeichnete im Schlussquartal 2018 in China einen Absatzeinbruch auf Jahressicht um ein Fünftel, wie aus Daten der International Data Corp (IDC) hervorgeht. CEO Tim Cook hatte im vergangenen Monat die Verlangsamung des Wachstums in China als Ursache für den Einbruch ausgemacht.

Diese Verlangsamung - und der globale Trend, Telefone seltener gegen höherwertigere einzutauschen - trug zu einem Rückgang der Smartphoneverkäufe in China in dem Quartal um 9,7 Prozent bei. Apples Marktanteil sank dort auf 11,5 Prozent, verglichen mit 12,9 Prozent vor einem Jahr, so IDC. Anfang 2015 war Apple, mittlerweile nur noch der viertgrößte Anbieter in China, noch der führende Smartphone-Verkäufer des Landes.

Huawei steigerte den Absatz hingegen um 23 Prozent, womit sie auf einen Marktanteil von 29 Prozent kam und ihre Position als führender Anbieter des Landes festigte, wie IDC weiter schreibt. Den Experten zufolge hat Huawei auch am Markt für hochwertige, teure Geräte zugelegt, ein Terrain, das lange Zeit von Apple dominiert wurde.

"Austauschzyklus" verlängert sich

Wegen des hohem Preises für das iPhone X im Jahr 2017 habe sich der "Austauschzyklus" der Nutzer verlängert, sagte Xi Wang, IDC-Analyst in China. Und die 2018er Modelle böten nicht genügend Innovationen, um die Nutzer zum Kauf zu bewegen.

Huawei hingegen habe technologische Fortschritte gemacht, die ihre Geräte in den Bereichen Fotografie, Spiele und Geschäftsanwendungen wettbewerbsfähiger gemacht hätten, sagte er.

Weltweit konnte Huawei im vierten Quartal laut IDC 44 Prozent mehr Smartphones verkaufen. 2018 belegte das Unternehmen damit Platz 3 unter den weltweiten Anbietern, hinter Samsung Electronics und Apple.

Auch lokale Marken legten im vierten Quartal zu, darunter Oppo und Vivo der BBK Electronics Corp. Chinesische Unternehmen sind vor allem erfolgreich, weil sie günstige Geräte mit Technologien anbieten, die sich die lokalen Käufer wünschen, wie Analysten sagen.

Auf der Verliererseite stand indes die chinesische Xiaomi Corp, die im vergangenen Jahr beim Börsengang in Hongkong 4,7 Milliarden US-Dollar eingesammelt hat. Der Absatz sackte um 35 Prozent, so IDC, vor allem, da es an neuen Produkten mangelte und zudem das Flaggschiff Mi Mix 3 enttäuschte.

Der Erfolg bei Smartphones ist eine der wenigen guten Nachricht bei Huawei. Im Dezember hatten kanadische Ermittler den CFO verhaftet, wegen Umgehung von US-Sanktionen gegen Iran. Außerdem kämpft der Konzern gegen US-Strafanzeigen wegen Diebstahls geistigen Eigentums von T-Mobile US Inc. Huawei hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

In der Zwischenzeit suchen die USA nach Verbündeten im Kampf gegen Huawei. Die Telekommunikationsunternehmen sollen keine 5G-Netzwerkausrüstungen von Huawei kaufen, fordern sie. Das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von Produkten wie Basisstationen und Routern.

Huawei hat zuletzt eine Reihe von hochwertigen Geräten auf den Markt gebracht und es damit mit Apple aufgenommen. Noch im Februar dürfte der Konzern ein faltbares 5G-fähiges Telefon auf einer Veranstaltung der Mobilfunkbranche in Barcelona vorstellen, wird erwartet.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/bam/jhe

(END) Dow Jones Newswires

February 12, 2019 09:01 ET (14:01 GMT)

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