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08.05.2019 11:27
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Auch Familienunternehmer kritisieren Altmaiers Industriestrategie

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Berlin (Reuters) - Die Kritik an der Industriestrategie von Wirtschaftsminister Peter Altmaier reißt nicht ab.

Der Entwurf des CDU-Politikers greife das Fundament der deutschen Wirtschaftsordnung an, sagte der Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, Reinhold von Eben-Worlee, am Mittwoch in Berlin. Auch neue Trends wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz rechtfertigten nicht, die Prinzipien der Marktwirtschaft infrage zu stellen. "Der vom Bundeswirtschaftsminister entworfene Ansatz, planwirtschaftliche und protektionistische Elemente anderer Wirtschaftssysteme nachzuahmen, ist ein ängstlich wirkender Irrweg, der im Falle seiner Umsetzung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas nachhaltig und tief zu schaden droht." Der Verband kritisiert vor allem, dass große Konzerne geschaffen werden sollen, die Politik schutzwürdige Industrien festlegen und die Wettbewerbskontrolle gelockert werden soll.

Am Montag hatte Altmaier Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften zu einer Diskussion über seine Ideen eingeladen. Auch dabei war Kritik laut geworden, etwa dass der Mittelstand in dem Entwurf vernachlässigt wird. Altmaier will noch in diesem Jahr einen Kompromiss mit der Wirtschaft ausloten und dann eine gemeinsame Linie innerhalb der Regierung finden.

Laut Familienunternehmerverband hat es auch in vertraulichen Gesprächen diese Woche keine Annäherung gegeben. Eben-Worlee gilt als einer der schärfsten Kritiker Altmaiers. Er wünsche sich einen Wirtschaftsminister, der sich nicht nur um größere Konzerne kümmere, so der Lobbyist.

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