Aufatmen in Kyjiw

22.04.24 09:50 Uhr

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61 Mrd. US-Dollar für die Ukraine


Seit Herbst 2023 hingen die Militärhilfen für die Ukraine und andere Verbündete im US-Kongress fest. Unter wohlwollendem Blick seines Gönners Donald Trump versuchte Speaker Mike Johnson immer wieder, das Paket mit anderen Forderungen zu koppeln, um es spätestens im Senat scheitern zu lassen. Am Ende gab die Kombination seiner Blicke auf seine Rolle in der Weltgeschichte und in die Geheimdienstdossiers den Ausschlag: Er schnürte das Paket auf und ließ über die Hilfen für die Ukraine, Israel und Taiwan jeweils separat abstimmen. Der Senat dürfte in dieser Woche ebenfalls sein Plazet geben, so dass die dringend benötigte Artilleriemunition und Flugabwehrraketen kurzfristig in die Ukraine gelangen werden. Ein bitterer Beigeschmack bleibt: Mit 112 Abgeordneten lehnte die Mehrheit der Kongress-Republikaner die Unterstützung für Kyjiw ab. In Punkto Verlässlichkeit als Verbündeter können die USA mit ihrem dysfunktionalen politischen System mit Staaten wie Nordkorea oder dem Iran nicht mehr mithalten. Ein Nachspiel ist möglich: Republikaner-Hardlinerinnen ventilieren ein Misstrauensvotum gegen Speaker Johnson, dem allerdings einige Demokraten für diesen Fall ihre Unterstützung zugesagt haben. Donald Trump dürfte sich unterdessen auf seinen New Yorker Strafprozess in der Schweigegeldaffäre konzentrieren, der am Montag beginnt. Die Abstimmung kommentierte er nicht, einen Wahlkampfauftritt in North Carolina musste er am Samstagabend eines Sturmes wegen absagen.

Kurzfrist-Stimmung im Keller


Die führenden Aktienindizes verzeichneten unterdessen ihre dritte Verlustwoche in Folge. Den Ausschlag gab die unsichere Lage im Nahen Osten. Der erneute Schlag Israels gegen iranische Militäreinrichtungen sollte allerdings paradoxerweise eher als deeskalierend gewertet werden, denn er wurde nicht offiziell reklamiert und lag in seinem Ausmaß deutlich unter dem iranischen Angriff auf Israel. Die Öl- und Gaspreise fielen denn auch von ihren zu Wochenbeginn erreichten Höchstständen deutlich zurück. Dennoch bleibt den Nahen Osten betreffend das Fazit: Auch dort ist die Welt dauerhaft unsicherer geworden. Ein direkter Angriff Irans auf Israel wäre noch vor kurzem undenkbar erschienen, nun wird die militärische Vorherrschaft Israels offen herausgefordert. Der nächtliche Angriff auf US-Basen in Syrien weist in dieselbe Richtung. Die Börsen werden also mit einer erhöhten Unsicherheit leben müssen. Technisch ist der Aufwärtstrend zumindest angeschlagen, während die Stimmungsindikatoren nun Hoffnung auf eine Gegenbewegung machen. Der Sentix-Indikator zeigte in der Kurzfrist-Sicht ein kräftiges Minus, in der Mittelfrist-Einschätzung aber wieder mehr Zuversicht. Damit dürfte die Käuferseite bald Zulauf bekommen.

SAP bringt Q1-Zahlen


Die Weichen für die weitere Börsentendenz werden aber in der anlaufenden Berichtssaison gestellt. Heute am späten Abend berichtet DAX-Schwergewicht SAP über das Auftaktquartal, nach kumuliert 10 % Kursverlust vom März-Hoch dürfte sich die Erwartungshaltung beruhigt haben. Im Wochenverlauf folgen dann Zahlen von Meta, Microsoft, Amazon und Alphabet. Außerdem wird heute die Hannover-Messe eröffnet. Konjunkturbeobachter müssen sich bis Dienstag gedulden, dann geben die Einkaufsmanagerindizes neue Indikationen über die Stimmung in der Wirtschaft. Die chinesische Notenbank beließ ihre Leitzinsen unverändert. Abgesehen von Chinas Festlandsbörsen starteten Asiens Aktienmärkte überwiegend mit Gewinnen in die Handelswoche.

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