SFC Energy-Aktie zieht zweistellig an: Prognoseerhöhung nach Rekord-Auftrag aus der Ukraine

Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy hat seine Prognosen für 2026 nach einem Rekordauftrag aus der Ukraine erhöht.
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Das erste Quartal fiel hingegen etwas schwächer aus als im Vorjahr - auch, weil SFC Energy bereits im Vorfeld Produktions- und Lieferkapazitäten für den Ukraine-Auftrag zurückgehalten hat. Die operative Marge entwickelte sich hingegen robust.
Die Nachrichten trieben die im Kleinwertesegment SDAX notierten Aktien am Vormittag auf den höchsten Stand seit Sommer 2025.
Mit einem Plus von zuletzt 6,81 Prozent auf 20,40 Euro versuchen die Papiere die Kurslücke von Anfang August zu schließen.
SFC habe den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte zur Lieferung von Brennstoffzellensystemen in die Ukraine mit einem Auftragsvolumen von rund 42,7 Millionen Euro erhalten, teilte das Unternehmen am Vorabend mit. Die Finanzierung erfolge im Rahmen der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung. Die Auslieferung sei in den kommenden Monaten vorgesehen und werde 2026 umsatz- und ergebniswirksam. Hochmobile Brennstoffzellensysteme sowie zugehörige Peripherie, Zubehör und Verbrauchsmaterialien für militärische und zivile Einsatzszenarien sollen geliefert werden
Für das laufende Jahr erwartet SFC daher nun ein Wachstum des Konzernumsatzes auf 163 bis 175 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte auf 29 bis 34 Millionen Euro klettern. Bisher standen hier 20 bis 24 Millionen bei einem erwarteten Umsatz von 150 bis 160 Millionen im Plan.
"Der Rekordauftrag aus der Ukraine liefert zusätzliche Wachstums- und Profitabilitätsimpulse - nicht nur für das laufende Geschäftsjahr, sondern auch darüber hinaus", erklärte Konzernchef Peter Podesser bei der Vorlage der Quartalszahlen am Morgen. Insgesamt sehe das Unternehmen eine anhaltend hohe Nachfrage nach resilienten, netzfernen Energielösungen in den Bereichen Verteidigung, öffentliche und zivile Sicherheit sowie kritische Infrastruktur.
"Besonders erfreulich ist, dass unsere Vertriebsaktivitäten im Verteidigungsbereich nun zunehmend in konkrete Großprojekte übergehen." Darüber hinaus erwartet der Manager "weitere Impulse aus dem Wiederanlauf des Indiengeschäfts ab dem zweiten Quartal".
SFC sei gleichzeitig "solide" in das Geschäftsjahr gestartet
und habe die Profitabilität trotz eines erwartungsgemäß niedrigeren Umsatzniveausgegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert, so Podesser. Dabei habe das Unternehmen im ersten Quartal Produktions- und Lieferkapazitäten priorisiert, um die Lieferfähigkeit des Auftrags sicherzustellen.
Der Umsatz sank daher im ersten Quartal um 11,7 Prozent auf 34,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank von 6,3 auf 6,15 Millionen Euro. Dagegen verbesserte sich die entsprechende Marge um 1,6 Prozentpunkte auf 18 Prozent. Dies liegt Podesser zufolge über den eigenen Planungen. Im Vorjahr hatten hohe Nettowechselkursverluste die Profitabilität belastet. Unter dem Strich sank der Gewinn von rund 2,3 auf 1,8 Millionen Euro.
/jha/he
BRUNNTHAL (dpa-AFX)
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Bildquellen: SFC Energy AG