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13.06.2019 11:47
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Aussicht auf US-Zinssenkung lockt Europas Anleger

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Frankfurt (Reuters) - In der Hoffnung auf niedrigere Zinsen in den USA haben Europas Anleger am Donnerstag am Aktienmarkt zugegriffen.

Der Dax legte am Vormittag 0,5 Prozent auf 12.176 Zähler zu, der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3395 Punkte. Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader verwies auf die zuletzt gesunkene Inflation in den Vereinigten Staaten. Damit habe die US-Notenbank Fed ein weiteres Argument dafür, die Zinsen zu senken. "Der Druck von US-Präsident Donald Trump macht den Notenbankern das Leben aber nicht einfacher", sagte er. "Schließlich sollte es nicht so aussehen, als würde die Fed die Zinsen auf Wunsch des Präsidenten senken."

Auf die Stimmung drückte weiterhin der Handelsstreit zwischen den USA und China. Trump drohte mit höheren Zöllen auf chinesische Einfuhrgüter, erklärte zugleich aber, er rechne mit einem Handelsabkommen. Doch Börsianer zeigten sich skeptischer. Die grundsätzlich verdorbene Gesprächsatmosphäre gelte als Bremsklotz für eine Vereinbarung zwischen den beiden weltweit führenden Volkswirtschaften, schrieben die Fachleute der LBBW. Trump will sich beim G20-Gipfel Ende Juni mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping treffen. "Ein Durchbruch ist hier jedoch nicht zu erwarten", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Das Thema Handelskonflikt wird die Anleger wohl noch lange begleiten und in Atem halten. Und je länger der Handelskonflikt anhält, desto deutlichere Spuren wird er in der Weltkonjunktur hinterlassen."

Ein mutmaßlicher Angriff auf zwei Tankschiffe vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate trieb den Ölpreis in die Höhe. Leichtes US-Öl und Nordseeöl der Sorte Brent verteuerten sich um jeweils mehr als einen Dollar auf 52,41 beziehungsweise 61,64 Dollar je Barrel (159 Liter). Die zwei Schiffe gerieten im Golf von Oman in Brand. Die Hamburger Reedereigruppe Bernhard Schulte Shipmanagement teilte mit, ihr Tanker "Kokuka Courageous" sei bei einem mutmaßlichen Angriff beschädigt worden. Bei dem anderen Schiff handelt es sich um einen Öltanker der norwegischen Gesellschaft Frontline. Er sei vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emiraten von einem Torpedo getroffen, berichtete die Schifffahrtszeitung "Tradewinds" unter Berufung auf Branchenkreise. Das Schiff sank der iranischen Nachrichtenagentur Irna zufolge nach einigen Stunden.

MOBILFUNKAKTIEN GEFRAGT

Das Ergebnis der Mobilfunkauktion ließ Feierlaune an der Börse aufkommen. Die Aktien von 1&1 Drillisch schnellten zeitweise mehr als 16 Prozent nach oben und waren mit Abstand Spitzenreiter im MDax. Die Titel der Muttergesellschaft United Internet schafften ein Plus von bis zu 9,2 Prozent. "Die Auktion ist zu Ende gegangen, das feiern alle", sagte ein Händler. Allerdings seien gerade die Drillisch-Papiere zuletzt stark unter Druck gewesen.

Bei den anderen erfolgreichen Bietern fielen die Gewinne geringer aus: Die Papiere von Telefonica Deutschland legten bis zu 4,2 Prozent zu, die Aktien der Deutschen Telekom ein Prozent, die Vodafone-Titel in London 1,8 Prozent. Die Auktion der neuen 5G-Mobilfunkfrequenzen war am Mittwoch nach 52 Tagen und 497 einzelnen Bieterrunden zu Ende gegangen. Insgesamt gaben die vier Teilnehmer mehr als 6,5 Milliarden Euro aus, das ist deutlich mehr als erwartet.

Die Aurubis-Titel brachen nach einer Gewinnwarnung um mehr als zwölf Prozent ein. Europas größte Kupferhütte hatte nach einem fehlgeschlagenen Investitionsprojekt seinen Vorstandschef entlassen und erklärte, das konjunkturelle Umfeld dürfte das Ergebnis im dritten Quartal und im Gesamtjahr belasten.

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