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25.09.2018 10:06
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BDI-Chef Kempf: Industrie braucht starkes deutsches Bankinstitut

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BERLIN (Dow Jones)--Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, hat vor dem Hintergrund der Diskussion um mögliche Bankenfusionen die Bedeutung eines großen deutschen Instituts für die Wirtschaft betont. "Natürlich braucht die deutsche Industrie ein starkes deutsches Bankinstitut", sagte Kempf beim Tag der Deutschen Industrie in Berlin. "Man kann sich dies nur wünschen", ergänzte er. "Eine deutsche Wirtschaft braucht eine starke Begleitung eines starken deutschen Bankinstituts mit ihren weltweiten Aktivitäten."

Kempf nannte die beiden großen deutschen Banken und verwies auf deren Positionierung in Börsenbarometern. "Wir können alle nicht glücklich sein, wenn die Deutsche Bank aus dem EuroStoxx rutscht", sagte er. "Wir können nicht gefühllos zuschauen, wie die Commerzbank aus dem DAX fällt."

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hatte am Vorabend bei der Eröffnung des Tags der Industrie der immer wieder ins Spiel gebrachten Fusion mit der Commerzbank auf kurze Sicht eine Absage erteilt. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir in der Deutschen Bank, ganz ehrlich gesagt, unsere Hausaufgaben machen müssen", so Sewing. Zunächst müsse in den nächsten anderthalb Jahren die Profitabilität der Bank gesteigert werden. "Wenn das geschehen ist, können wir über andere Dinge reden", hatte der Vorstandschef aber auch gesagt.

Die Gerüchte über ein Zusammengehen von Deutscher Bank und Commerzbank hatten zuletzt die Aktienkurse beider Unternehmen steigen lassen. Sie gelten als angeschlagen und sind weit entfernt von alter Stärke. Der jüngste Abstieg der Commerzbank aus dem DAX und der Deutschen Bank aus dem EuroStoxx der 50 wertvollsten Konzerne der Eurozone verdeutlicht das.

Kontakt zu den Autoren: andreas.kissler@wsj.com und christian.grimm@wsj.com

DJG/ank/mgo

(END) Dow Jones Newswires

September 25, 2018 04:07 ET (08:07 GMT)

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