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16.01.2020 10:46
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BDI erwartet 2020 BIP-Plus von 0,5 Prozent

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Industrie hat sich pessimistisch für die Wirtschaftsentwicklung in diesem Jahr gezeigt. "Wir erwarten nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. Dies sei sogar eine noch geringere Steigerung als im gerade vergangenen Jahr. "Dieser Aufschwung ist saft- und kraftlos, das BIP-Plus eine Warnung", unterstrich Kempf bei einer Pressekonferenz in Berlin. Allein 0,4 Prozentpunkte, also rund 80 Prozent des BIP-Zuwachses, ergäben sich aus der vergleichsweise hohen Zahl von Arbeitstagen 2020.

"Die Industrie steckt in einer Rezession, eine Bodenbildung ist noch nicht in Sicht", sagte der BDI-Präsident. Die Unternehmen hätten seit über einem Jahr mit Arbeitsplatzabbau und sinkender Produktion zu kämpfen. "Eine Trendwende ist kurzfristig nicht absehbar." Zusätzlich verunsicherten die neuen klimapolitischen Weichenstellungen die Unternehmen.

Der BDI-Präsident forderte eine "verlässlich über zehn Jahre angelegte Investitionsoffensive" und ein neues Planungsrecht als Wachstumsprogramm bis 2030. "Es wäre fatal, die notwendigen Zukunftsinvestitionen an der Frage einer schwarzen Null scheitern zu lassen", warnte Kempf. "In Deutschland wurde über Jahre zu wenig investiert, die Infrastruktur ist an vielen Stellen marode."

Kempf nannte es "inakzeptabel", dass die Regierung ihre Mutlosigkeit beim Thema Investitionen hinter nicht abgerufenen Fördergeldern verstecke. Nur eine langfristig verlässliche Perspektive signalisiere allen, die planten, genehmigten und umsetzen wollten, dass es sich lohne, die erforderlichen Kapazitäten aufzustellen. Keineswegs dürfe die Politik ihre Unterstützung auf einzelne Leuchttürme beschränken, forderte der BDI-Präsident mit Blick auf das Bauvorhaben des US-Autoherstellers Tesla in Brandenburg. Gefragt sei der Einsatz der Politik für jedes einzelne der Tausende weniger prominenten Investitionsprojekte. Sie alle litten an träger Bürokratie.

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