finanzen.net
17.05.2019 19:46
Bewerten
(0)

BER verursacht rote Zahlen - Betreiber starten Einstellungsoffensive

Die Dauerbaustelle des neuen Hauptstadt-Flughafens BER belastet die Bilanz der staatlichen Airport-Gesellschaft. Trotz steigender Umsätze und wachsender Gewinne im laufenden Geschäft steckt die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg weiter in den roten Zahlen, wie die Betreiber am Freitag mitteilten. Grund sind Millionenausgaben für den BER. Dessen Eröffnung lässt seit 2011 auf sich warten und ist nun für Oktober 2020 geplant. Der Zeitplan bis dahin gilt aber weiterhin als eng.

Um Chaos beim geplanten Flughafen-Umzug nach Schönefeld und nach dem Start zu vermeiden, sollen 218 neue Mitarbeiter eingestellt werden, kündigte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung an. Bislang hat er rund 2000 Mitarbeiter. "Wir wollen in dieser mit Sicherheit nicht ganz einfachen Phase nicht mit zu wenig Mitarbeitern arbeiten."

Die Terminalflächen im BER seien dreimal so groß wie die des Flughafens Tegel, der nach dem Start in Schönefeld schließen soll. Der Aufsichtsrat gab 20 Millionen Euro für den Inbetriebnahmeprozess ORAT (Operational Readiness and Airport Transfer) frei.

Die Eröffnung des Flughafens wurde seit dem Baubeginn schon sechsmal verschoben - wegen Baumängeln, Technikproblemen und Managementfehlern. Zuletzt waren wieder Zweifel am Zeitplan laut geworden, die Arbeiten an der Brandmeldeanlage verzögerten sich.

"Wir glauben: Wir schaffen das", sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider. Es werde keine leichte Aufgabe, das sei es aber auch nie gewesen. Noch in diesem Sommer soll der Tüv mit Verbundtests aller technischen Anlagen im Terminal beginnen, damit der Termin gehalten werden kann. In den nächsten Wochen gebe der Tüv Lüftung, Rauchabzug und Sprinkler im Terminal frei, sagte Lütke Daldrup.

Die Arbeit an Kabeln für die Sicherheitsbeleuchtung und die Notstromversorgung könnte sich aber noch bis um Herbst hinziehen, machte Lütke Daldrup in einer Pressemitteilung deutlich - und schon dafür müsse die zuständige Firma ROM "die Schlagzahl" erhöhen.

Obwohl die BER-Eröffnung noch nicht geschafft ist, treibt der Aufsichtsrat den Ausbau im nächsten Jahrzehnt voran. Das Gremium bereitete die Gründung einer Projektgesellschaft vor, die dann ein neues Terminal für zwölf Millionen Fluggäste pro Jahr bauen soll.

Der Verlust der Flughafengesellschaft fiel 2018 nicht so hoch aus wie befürchtet: Unterm Strich stand ein Minus von 77 Millionen Euro, rund 40 Millionen Euro geringer als im Vorjahr. Verluste werden entweder durch Gesellschafterbeiträge oder Bankkredite aufgefangen, sagte Bretschneider. Das Unternehmen gehört zu je 37 Prozent den Ländern Berlin und Brandenburg und zu 26 Prozent dem Bund.

Steigende Passagierzahlen ließen den Umsatz um rund sechs Prozent auf knapp 415 Millionen Euro steigen. Im laufenden Geschäft mit den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld verdient das Unternehmen Geld: Der operative Gewinn (Ebitda) erreichte 119 Millionen Euro nach rund 102 Millionen Euro im Vorjahr.

Dabei war die Passagierzahl anders als erwartet unter 35 Millionen geblieben - eine Folge der Air-Berlin-Pleite. 34,7 Millionen Fluggäste entsprachen einem Zuwachs von gut vier Prozent. In diesem Jahr steigen die Zahlen dafür umso schneller. Bis Anfang Mai wurden 11,5 Millionen Fluggäste gezählt, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

dpa-AFX

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht etwas fester ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- Wirecard: Zusammenarbeit mit Aldi -- Zipse wird neuer BMW-Vorstandschef -- Software AG, Bayer, Sartorius, Microsoft, Boeing im Fokus

Pfeiffer Vacuum passt Prognose nach Quartalszahlen an. American Express meldet Gewinnsprung. Ex-Automanager Ghosn reicht Klage gegen Nissan und Mitsubishi ein. NORMA passt Jahresprognose an. Heidelberger Druck-Aktien setzen Kurseinbruch fort. AB InBev verkauft Australien-Geschäft. Munich Re erzielt Milliarden-Gewinn.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die 12 toten Topverdiener 2019
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Die Länder mit den größten Goldreserven 2019
Wer lagert das meiste Gold?
In diesen Berufen bekommt man das niedrigste Gehalt
Welche Branchen man besser meiden sollte.
mehr Top Rankings

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Aktie im Fokus
12:00 Uhr
KRONES: Prognose runter
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Amazon906866
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
NEL ASAA0B733
Allianz840400
Infineon AG623100
BMW AG519000
SAP SE716460
BayerBAY001
Airbus SE (ex EADS)938914