finanzen.net
13.02.2020 15:35

Berliner CDU-Chef will Merz als Bundesvorsitzenden

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Der Berliner CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner hat sich für Friedrich Merz als künftigen Bundesvorsitzenden der Partei ausgesprochen. "Friedrich Merz bringt aus meiner Sicht das mit, was unser Land und die CDU jetzt brauchen", sagte Wegner der Süddeutschen Zeitung. "Es gibt in der Berliner Basis Mitglieder, die sich für Jens Spahn oder Armin Laschet als Parteivorsitzenden aussprechen. In der Breite spüre ich aber eine ganz klare Stimmungslage für Friedrich Merz", betonte Wegner und bezog damit nach Angaben des Blattes als erster Landeschef der CDU Position in der offenen Führungsfrage der Christdemokraten.

Merz spreche eine klare Sprache und habe ein erkennbares Profil. "Mit seiner klaren Haltung kann er der CDU Orientierung geben", erwartete der Landeschef. Merz stehe für einen konsequenten Kurs in der Wirtschafts- und Finanzpolitik und bei der inneren und äußeren Sicherheit. "Daher würde ich es sehr begrüßen und unterstützen, wenn Friedrich Merz für den Parteivorsitz kandidiert", sagte Wegner.

Für die beiden anderen gehandelten Kandidaten für den Parteivorsitz, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, wünschte sich Wegner eine herausgehobene Rolle in einer neuen CDU-Führung. "Auch Frauen und Köpfe mit einem sozialpolitischen Profil müssen in dieser Führungsspitze vertreten sein", sagte er.

Hingegen warb der CDU-Abgeordnete Nikolas Löbel für Spahn als künftigen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten. Seine Partei müsse jetzt eine Antwort auf die Fragen von Morgen geben. "Und für diesen Generationenwechsel, für Aufbruch und Erneuerung steht Jens Spahn", sagte das Mitglied der Jungen Gruppe der Unionsfraktion der Saarbrücker Zeitung. Zugleich betonte Löbel, die CDU befände sich "in der tiefsten Vertrauenskrise unserer Geschichte. Da kann uns niemand alleine herausführen, sondern es braucht jetzt eine Mannschaft." Ein solches Team müssten daher alle Kandidaten bilden: "Laschet, Merz und vor allen Dingen Jens Spahn."

Offiziell hat noch keiner der CDU-Politiker seine Bewerbung für die Parteispitze angekündigt, die nach der Rückzugsankündigung der bisherigen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer neu zu besetzen ist. Kramp-Karrenbauer will nun "einzelne Gespräche mit Interessenten ab kommender Woche" führen, wie Dow Jones Newswires aus der CDU bestätigt wurde. Ob ein Sonderparteitag stattfinde oder nicht, ist demnach derzeit nicht abzusehen. Entscheiden muss in der CDU über einen Parteitag der Bundesvorstand. Ein ordentlicher Parteitag könnte dann laut Satzung frühestens acht Wochen nach dem Beschluss stattfinden.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/hab

(END) Dow Jones Newswires

February 13, 2020 09:36 ET (14:36 GMT)

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