finanzen.net
23.03.2019 23:43
Bewerten
(0)

BERLINER MORGENPOST: Trump und die Fantasten / Leitartikel von Jörg Quoos zur Russland-Affäre

DRUCKEN
Berlin (ots) - Kurzform: Alle, die jetzt noch hoffen, Donald Trump würde mittels Amtsenthebungsverfahren irgendwann aus dem Weißen Haus verschwinden, sind endgültig im Kreis der politischen Fantasten angekommen. Warum sollten auch die eigenen Senatoren ihren Präsidenten fallen lassen? Nicht einmal die streitlustige Nancy Pelosi von den Demokraten hofft noch auf eine Amtsenthebung und warnte in der "Washington Post" für diesen Fall sogar vor einer Spaltung der amerikanischen Gesellschaft. Trump-Gegner werden wohl auch nach der Vorlage des Mueller-Berichts mit der Erkenntnis leben müssen: Die Hürden für ein Impeachment bleiben unendlich hoch und der Präsident der Vereinigten Staaten sitzt viel fester im Sattel, als es seinen Kritikern lieb ist.

Der vollständige Leitartikel: Was war das für eine Fleißarbeit. Ganze 22 Monate hat Sonderermittler Robert Mueller mit einem Team aus den brillantesten Staatsanwälten gegen Donald Trump ermittelt, um die Frage zu klären: Hat der 45. Präsident der Vereinigten Staaten auf verfassungsfeindliche Art und Weise und zum Schaden seiner politischen Gegner mit der russischen Regierung oder ihren Trollen gekungelt? Jetzt ist der Bericht fertig, und es sieht aktuell danach aus, dass es keine weiteren Anklagen geben wird. Auch nach eineinhalb Jahren der Ermittlungen hat der Sonderermittler offenbar nicht die "smoking gun" gefunden, die Trump der Kollaboration mit den Russen überführt. Aber ein Bericht, der keine knallharten Beweise liefert und am Ende auf vielen Seiten nur noch mehr Fragen aufwirft, wird den Präsidenten wenig beeindrucken. Ganz im Gegenteil. Trump wird erst recht seinen Politikstil durchziehen, der mittlerweile sehr viel mehr Konturen hat, als notorische Trump-Gegner erkennen wollen. Ob im Zollstreit, der Iran-Frage oder auch aktuell in seiner Israelpolitik bleibt Trump seiner Linie treu. Das muss man in Europa nicht gut finden, aber der Präsident ist in seinem Handeln erstaunlich konsequent. Dazu passt auch der jüngste Alleingang Trumps, die Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet anzuerkennen. Damit bricht er ein diplomatisches Tabu und gleichzeitig eine Resolution der Vereinten Nationen. Aber der streitlustige Trump bringt auch aktiv Bewegung in einen Prozess, der seit Jahrzehnten offen und ungelöst ist. Und Europas Top-Diplomaten bleibt mal wieder nichts anderes übrig, als laut von der Galerie herab zu schimpfen. Das wird einen Trump aber kein bisschen scheren, sondern in seiner Haltung eher bestärken, nach dem Motto: Europa lamentiert, die Vereinigten Staaten handeln. Gegen den amtierenden amerikanischen Präsidenten zu sein, mag bei der Mehrheit der Wähler hierzulande gut ankommen - aber das ist noch lange keine echte Politik, geschweige denn eine eigene Idee. Daher wird dieser Präsident die Welt weiter mit seinen Tweets voran- und die etablierte Politik vor sich hertreiben. Und es läuft gar nicht so schlecht für den 72-Jährigen. Die Zustimmung für ihn in den USA steigt wieder. Besonders Trumps Rolle beim aktuellen Wirtschaftsaufschwung sehen viele Amerikaner deutlich positiver als noch vor ein paar Monaten. Die persönlichen Zustimmungswerte liegen immerhin über denen von Ronald Reagan, bevor der ehemalige Kino-Cowboy ein zweites Mal ins Weiße Haus gewählt wurde. Auch für Trump stehen die Chancen, eine zweite Wahlschlacht um das Präsidentenamt gewinnen zu können, gar nicht schlecht. Zumal die Demokraten noch immer weder politisch noch personell eine überzeugende Antwort auf ihr Desaster von 2016 gefunden haben. Alle, die jetzt noch hoffen, Donald Trump würde mittels Amtsenthebungsverfahren irgendwann aus dem Weißen Haus verschwinden, sind endgültig im Kreis der politischen Fantasten angekommen. Warum sollten auch die eigenen Senatoren ihren Präsidenten fallen lassen? Nicht einmal die streitlustige Nancy Pelosi von den Demokraten hofft noch auf eine Amtsenthebung und warnte in der "Washington Post" für diesen Fall sogar vor einer Spaltung der amerikanischen Gesellschaft. Trump-Gegner werden wohl auch nach der Vorlage des Mueller-Berichts mit der Erkenntnis leben müssen: Die Hürden für ein Impeachment bleiben unendlich hoch und der Präsident der Vereinigten Staaten sitzt viel fester im Sattel, als es seinen Kritikern lieb ist.

OTS: BERLINER MORGENPOST newsroom: http://www.presseportal.de/nr/53614 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_53614.rss2

Pressekontakt: BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 - 878 bmcvd@morgenpost.de

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Oster-Wochenende -- Gewinnmitnahmen bei Wirecard-Aktie -- Pinterest-Aktie mit fulminantem Börsendebüt -- Daimler, Senvion, Deutsche Post, OSRAM, Zoom-IPO im Fokus

Apple nimmt zweite Roboter-Linie zum iPhone-Recycling in Betrieb. PUMA-Aktionäre segnen Aktiensplit ab. Samsung nimmt Falt-Handy wegen möglicher Mängel unter die Lupe. 3,4 Milliarden Dollar: Cannabis-Megadeal in Nordamerika eingefädelt. Nestlé: Robuster Start ins neue Geschäftsjahr. US-Versicherer Travelers steigert Gewinn.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier gibt es die beliebtesten Jobs
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
mehr Top Rankings

Umfrage

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht sich derzeit starker Kritik ausgesetzt. Zu Recht?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Wirecard AG747206
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
Allianz840400
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
BASFBASF11
BayerBAY001
adidasA1EWWW