Ericsson-Aktie dreht ins Plus: Zum Jahresauftakt weniger als erwartet verdient

Der Netzwerkausrüster Ericsson hat im ersten Quartal wegen einer verhaltenen Nachfrage nach Telekommunikationsausrüstung und höheren Chipkosten weniger verdient als erwartet.
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Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sank um ein Fünftel auf 5,6 Milliarden schwedische Kronen (rund 518 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte. Branchenexperten hatten hier im Schnitt mehr erwartet. Auch der Umsatz blieb mit einem Rückgang um zehn Prozent auf 49,3 Milliarden Kronen hinter den Markterwartungen zurück.
"Wir sehen steigende Beschaffungskosten, insbesondere bei Halbleitern, was zum Teil auf die KI-Nachfrage zurückzuführen ist", sagte Konzernchef Börje Ekholm laut Mitteilung. Man wolle diese Herausforderungen durch eine enge Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten sowie unter anderem durch Sparmaßnahmen ausgleichen.
Ericsson und andere Hersteller von Telekommunikationsausrüstung kämpfen seit Jahren mit einer schwachen Nachfrage der Netzbetreiber, nachdem die erhofften Investitionen in den Ausbau von 5G-Netzen weitgehend ausgeblieben sind. Als Reaktion darauf setzt Ericsson auf Kostensenkungen, strich im Jahr 2025 weltweit rund fünftausend Stellen und will die Ausgaben auch in diesem Jahr in ähnlichem Tempo weiter zurückfahren.
Ericsson hatte im Januar sein erstes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 15 Milliarden Kronen angekündigt. Der Rückkauf soll nach Unternehmensangaben frühestens am 23. April starten.
Die Aktie von Ericsson war am Donnerstag in Stockholm zum Handelsschluss um 1,9 Prozent auf 110,25 Kronen gestiegen. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit um 22 Prozent zugelegt. Am Freitag steht das Papier vorbörslich unter starkem Druck mit knapp 7 Prozent Minus.
Die Ericsson-Aktie gab in Stockholm zunächst ab, kann mittlerweile 0,23 Prozent auf 110,50 SEK steigen.
/err/stk/nas
STOCKHOLM (dpa-AFX)
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