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26.03.2021 16:52

Brüssel droht wegen Lufthansa-Rettung mit Sanktionen - Witwe von Milliardär Thiele hält nur noch 10 Prozent an Lufthansa

Beteiligung reduziert: Brüssel droht wegen Lufthansa-Rettung mit Sanktionen - Witwe von Milliardär Thiele hält nur noch 10 Prozent an Lufthansa | Nachricht | finanzen.net
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Der vor einem Monat gestorbene Milliardär Heinz Hermann Thiele hat offenbar noch vor seinem Tod seine Beteiligung an der Lufthansa reduziert.
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Als das Aktienpaket an seine Witwe Nadia Thiele überging, umfasste es nur noch 10,04 Prozent an der angeschlagenen Fluggesellschaft, wie aus einer in der Nacht zum Freitag veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Das Paket ist gut 630 Millionen Euro wert. Thiele war in der Corona-Krise in größerem Stil bei der Lufthansa eingestiegen. Im Juli 2020 hatte die KB Holding, in der Thiele seine Aktien an börsennotierten Unternehmen gebündelt hatte, noch einen Anteil von 12,42 Prozent gemeldet.

Die Anteile an der Lufthansa sollen ebenso wie Thieles Mehrheitsbeteiligungen an dem Lkw- und Bahn-Zulieferer Knorr-Bremse und dem Bahntechnik-Konzern Vossloh bis zum Jahresende in eine Stiftung eingebracht werden. Das habe Thiele in seinem Testament festgelegt. Der Familienstiftung und Thieles Tochter Julia Thiele-Schürhoff gehören dann 59 Prozent an Knorr-Bremse und 50,1 Prozent an Vossloh. "Heinz Hermann Thieles Wunsch war es, sein Lebenswerk langfristig abzusichern", erklärte Testamentsvollstrecker Robin Brühmüller, ein Vertrauter Thieles. "Genau das wird durch die Gründung der Familienstiftung umgesetzt."

Der Selfmade-Milliardär Thiele hatte bei Knorr-Bremse 1969 als Patent-Sachbearbeiter begonnen, kaufte seinen Arbeitgeber in der Krise 1985 und baute den Münchner Mittelständler zum Weltmarktführer für Lastwagen- und Zug-Bremsen aus. 2018 brachte Thiele den Konzern an die Börse. 2011 stieg er bei Vossloh aus dem sauerländischen Werdohl ein. Das "Manager Magazin" zählte ihn mit seiner Familie 2020 zu den acht reichsten Deutschen, mit einem Vermögen von rund 17 Milliarden Euro.

Brüssel droht wegen Lufthansa-Rettung anscheinend mit Sanktionen

Der Bundesregierung droht wegen der milliardenschweren Rettung der Lufthansa möglicherweise ein Vertragsverletzungsverfahren. Dann müssten im schlimmsten Fall die Hilfsgelder von rund 9 Milliarden zurückgezahlt werden, wie der Spiegel berichtete. Einen solchen Schritt hatte laut dem Magazin EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Freitag vorvergangener Woche Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in einem vertraulichen Videocall angedroht.

Aus ihrer Sicht habe die Airline gegen Beihilfeauflagen für die Staatskredite verstoßen. So hatten Lufthansa-Chef Carsten Spohr und seine Vorstandskollegen am 12. Februar Zinsen in Höhe von rund 25 Millionen Euro an die Gläubiger einer langfristigen Hybridanleihe ausgezahlt, ohne Brüssel zuvor darüber zu informieren.

Kritik habe die Kommissarin auch am Umgang der Lufthansa mit dem Konkurrenten Condor geübt: Lufthansa hätte ihrer einstigen Tochter zum Juni dieses Jahres zu Unrecht diverse Zubringerflüge zu den Verkehrsdrehscheiben in Frankfurt und München gestrichen.

Das Lufthansa-Management verteidigte sich nach Spiegel-Informationen in einer Stellungnahme an die Bundesregierung. Die pünktliche Zinszahlung sei nötig gewesen, um die Kapitalmärkte nicht zu verunsichern. Dass man der Condor Zubringerflüge kündigen wolle, habe nichts mit der Corona-Krise zu tun. Vielmehr wolle man sich selbst stärker im Geschäft mit Urlaubsreisenden engagieren. Condor könne alternativ eigene Zubringerflüge anbieten oder die Bahn nutzen, um seine Kunden nach Frankfurt zu transportieren.

München (Reuters) / (Dow Jones)

Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com

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29.04.2021Lufthansa market-performBernstein Research
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01.05.2021Lufthansa UnderperformCredit Suisse Group
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