Bewertung im Blick

Rheinmetall bekommt "Outperform": So reagiert die Aktie und die der Branchenkollegen

20.04.26 17:59 Uhr

Rheinmetall-Aktie im Fokus: Bernstein Research gibt eine klare Ansage - Aktien von RENK, HENSOLDT und TKMS reagieren | finanzen.net

Bernstein Research hat eine eingehende Prüfung der Rheinmetall-Aktie durchgeführt. Die festgestellten Ergebnisse sind wie folgt.

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Aktien

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Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Rheinmetall mit einem Kursziel von 2.050 Euro auf "Outperform" belassen. Analyst Adrien Rabier rechnet in seinem Ausblick vom Montag mit einer durchwachsenen Berichtssaison der europäischen Rüstungsbranche, wobei er davon ausgeht, dass sich an der generellen Outperformance des Sektors nichts ändern dürfte. Laut Rabier sitze Rheinmetall seit den enttäuschenden Signalen im Februar zwar auf der Strafbank, doch sei die Aktie nach ihrem jüngsten Kursrutsch auf einem Niveau angelangt, das bereits den schlechtestmöglichen Geschäftsverlauf einpreist.

Zwischen Kursziel und Realität: So reagiert die Rheinmetall-Aktie und die Konkurrenz

Die Rheinmetall-Aktie verlor auf XETRA letztlich 1,3 Prozent auf 1.475,80 Euro.

Im restlichen Branchenumfeld zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Während die Aktie von HENSOLDT mit einem Plus von 1,88 Prozent bei 82,36EUR verharrte, notierte die RENK-Aktie 0,02 Prozent tiefer bei 55,00 Euro. Etwas unter Druck stand TKMS, die letztlich 0,67 Prozent tiefer bei 89,00 Euro notierten.

Rheinmetall beginnt mit Serienproduktion von Drohnenbooten

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat im Hamburger Hafen mit der Serienproduktion von unbemannten Überwasserfahrzeugen begonnen. Zunächst sollen jährlich rund 200 Drohnenboote auf der Werft Blohm+Voss gefertigt werden, teilte Rheinmetall mit. Die Produktion könne auf bis zu 1.000 Einheiten jährlich gesteigert werden.

Drohnenboote werden immer wieder erfolgreich von der Ukraine bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges eingesetzt.

Rheinmetall stellt das Überwasserfahrzeug gemeinsam mit dem britischen Hersteller Kraken Technology Group her. Zur Produktion des Boots wurde das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Kraken GmbH gegründet.

Militärisch oder zivil einsetzbar

Das Boot K3 Scout ist je nach Ausstattung militärisch oder zivil einsetzbar. Es wird ferngesteuert und soll in Zukunft auch autonom fahren können.

Die Unternehmen hatten das Überwasserfahrzeug im März auf der Werft Blohm+Voss vorgestellt. Der Leiter der Rheinmetall-Division Naval Systems, Tim Wagner, sagte damals, dass es bereits Aufträge von Nato-Ländern gebe.

Der Düsseldorfer DAX-Konzern Rheinmetall hatte Anfang März die Übernahme des Marineunternehmens NVL abgeschlossen, zu dem die Werft Blohm+Voss gehörte. Verkäufer war die Bremer Werftengruppe Lürssen.

HENSOLDT will von Stellenabbau bedrohte Voith-Mitarbeiter einstellen

Der Rüstungszulieferer HENSOLDT will Mitarbeiter des schwäbischen Maschinen- und Anlagenbauers Voith übernehmen, die von einem Stellenabbau bedroht sind. Dazu haben die beiden Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wie sie gemeinsam mitteilten. Während Voith im Dezember den Abbau von bis zu 2.500 Stellen angekündigt hatte, ist HENSOLDT angesichts der hohen Nachfrage in der Rüstungsindustrie auf Expansionskurs und sucht neue Fachkräfte.

"Viele Kompetenzen von Voith-Mitarbeitenden - etwa in Systementwicklung, Software oder Elektronik - passen hervorragend zu den Technologien, die wir entwickeln", sagte HENSOLDT-CEO Oliver Dörre laut der Mitteilung. "Die Kooperation mit Voith schafft eine echte Perspektive für Fachkräfte in der Region. Davon profitieren beide Seiten."

Der im MDAX und TecDAX notierte Konzern hat 2025 rund 1.200 Mitarbeitende eingestellt und plant im laufenden Jahr insgesamt 1.600 weitere Neueinstellungen, vor allem in Deutschland. Insbesondere die Standorte Ulm, Oberkochen/Aalen und Immenstaad am Bodensee verzeichnen der Mitteilung zufolge ein starkes Wachstum.

Claudia Stephan, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX Analyser und Dow Jones Newswires

Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.

Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com

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