Deutsche Rohstoff AG-Aktie springt an: Mehr Dividende und massive Prognose-Anhebung

Trotz rückläufiger Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr hebt die Deutsche Rohstoff AG die Dividende sowie den Ausblick für 2026 an.
Werte in diesem Artikel
• Umsatz und Gewinn sinken im Jahresvergleich
• Höhere Dividende vorgeschlagen
• Prognose erhöht
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Die Deutsche Rohstoff AG verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatz von 195 Millionen Euro. Damit sank der Umsatz im Jahresvergleich um deutliche 17,02 Prozent. Der Gewinn je Aktie sank unterdessen von 10,26 Euro im Jahr 2024 auf 6,03 Euro im Jahr 2025. "Die finanzielle Entwicklung war trotz gesunkener Ölpreise und eines schwächeren US-Dollars sehr robust. Der Umsatz 2025 lag mit 195,1 Mio. Euro leicht über dem oberen Rand der Prognose (170 bis 190 Mio. Euro), während das EBITDA mit 132,0 Mio. Euro am oberen Ende der Erwartungen (115 bis 135 Mio. Euro) lag", so CFO Hennig Döring.
"Das Geschäftsjahr 2025 war kein Jahr maximaler Produktion, sondern ein Jahr bewusster Optimierung. Nach dem "Zollschock" im April 2025 haben wir unsere Investitionen gezielt reduziert und gleichzeitig die operative Effizienz weiter gesteigert", erklärte Jan-Phillip Weitz, CEO der Deutschen Rohstoff AG. "Ein herausragender Erfolg des Geschäftsjahres 2025 war die deutliche Steigerung der Öl- und Gasreserven. Die sicheren und wahrscheinlichen Reserven erhöhten sich zum 31.12.2025 um 46 Prozent auf 79 Millionen BOE (Vorjahr: 54 Mio. BOE) und erreichten damit einen neuen Höchstwert."
Dividendenvorschlag
Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms wurden im Geschäftsjahr 2025 laut Geschäftsbericht insgesamt 105.697 eigene Aktien erworben. Die Zahl der dividendenberechtigten Aktien sank dadurch zum 31. Dezember 2025 auf 4.790.041 (Vorjahr: 4.895.738). Derweil soll sich die Dividende erhöhen. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres eine Dividende in Höhe von 2,25 Euro je Aktie auszuschütten sowie den übrigen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Im Vorjahr lag die Dividende noch bei 2 Euro je Aktie.
Ausblick angepasst
Zudem hat die Deutsche Rohstoff AG ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 massiv nach oben korrigiert und signalisiert damit einen signifikanten Sprung in der Ertragskraft. In einem Basisszenario bei einem Ölpreis von 75 USD/bbl rechnet das Unternehmen nun mit einem EBITDA zwischen 290 und 310 Millionen Euro, was weit über der ursprünglichen Schätzung von 115 bis 135 Millionen Euro liegt. Sollte der Ölpreis auf 85 USD/bbl steigen, könnte das Ergebnis sogar bis zu 340 Millionen Euro erreichen, während der Umsatz in einer Spanne von 260 bis 310 Millionen Euro erwartet wird.
Hinter dieser optimistischen Einschätzung stehen im Wesentlichen zwei Faktoren: Zum einen sorgt ein intensiviertes Bohrprogramm der Tochtergesellschaft 1876 Resources für einen Produktionsschub auf über 20.000 BOEPD in der zweiten Jahreshälfte. Zum anderen konnte durch den Verkauf von rund 9 Millionen Aktien der Beteiligung Almonty Industries bereits ein Ertrag von etwa 100 Millionen Euro realisiert werden. Um diese Wachstumsdynamik und das vorteilhafte Marktumfeld konsequent auszuschöpfen, erhöht der Konzern zeitgleich sein Investitionsvolumen auf bis zu 235 Mio. Euro, was das Cashflow-Profil des Unternehmens nachhaltig stärken soll.
"Die deutliche Anhebung der Prognose basiert im Wesentlichen auf zwei zentralen Werttreibern. Zum einen weiten wir das Bohrprogramm unserer Tochtergesellschaft 1876 Resources erheblich aus. […] Zum anderen haben wir einen ersten signifikanten Wertbeitrag aus unserer Beteiligung an Almonty Industries realisiert. Durch den Verkauf von rund 9 Mio. Aktien wurde ein Ertrag von rund 100 Mio. Euro erzielt", heißt es in der Pressemitteilung.
So reagiert die Aktie
Anleger quittierten den Dividendenvorschlag sowie die erhöhte Prognose mit Zukäufen. Im XETRA-Handel ging es für die Deutsche Rohstoff AG-Aktie letztlich um 2,63 Prozent nach oben auf 89,60 Euro.
Evelyn Schmal, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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