Bilfinger: Hält der Rettungsanker?
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Die Aktie von Bilfinger SE hat den Rückwärtsgang eingelegt und den steilen Aufwärtstrendkanal verlassen. Technisch gibt es aber dennoch einen Rettungsanker.
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Bis Bilfinger die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegt, ziehen noch knapp drei Wochen ins Land. Erst am 13. Mai – glücklicherweise kein Freitag – können Investoren anhand von Zahlen entscheiden, ob das Unternehmen gut ins Geschäftsjahr 2026 gestartet ist. Zumindest sollte sich im Auftragseingang zeigen, wie umfangreich die neuen Projekte in Polen, Lettland oder in Deutschland tatsächlich sind. Bei Letzterem übernimmt Bilfinger die Installation und Montage einer grünen Wasserstoffanlage in Lingen.
Wann ordert der Bund?
Die Hoffnung der Anleger, dass durch das Sondervermögen des Bundes für Infrastrukturmaßnahmen neue, nennenswerte Aufträge akquiriert werden können, hat sich bislang noch nicht erfüllt. Zusammen mit einem insgesamt wieder schwächeren Gesamtmarkt hat die Bilfinger-Aktie in der Folge ihre seit Jahresbeginn erzielten Kursgewinne wieder vollständig abgegeben. Technisch ist das Papier nun an einer möglicherweise entscheidenden Marke angelangt.
Rettungsanker voraus
So verläuft im Jahreschart bei rund 102 Euro die 200-Tage-Linie, die den Abschwung der Aktie zumindest kurzfristig bremsen könnte. Zwar fiel das Papier bereits im März unter die wichtige Linie, jedoch gelang es seinerzeit recht schnell, diese zurückzuerobern. Der Versuch, in den von Ende Juni 2025 bis Anfang März 2026 anhaltenden dynamischen Aufwärtstrendkanal zurückzukehren, scheiterte jedoch exakt an der unteren Begrenzung des Trendkanals im Bereich um 113/114 Euro.
Fazit
Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob das Papier an der 200-Tage-Linie wieder nach oben drehen kann. In einem positiven Szenario könnte die Bilfinger-Aktie dann sogar wieder bis zur unteren Trendkanallinie klettern, die sich mittlerweile bei 117/118 Euro befindet. Nötig hierfür dürften jedoch marktbelebende Signale vom Krieg im Golf oder kurstreibende Unternehmensnachrichten sein. Kann die 200-Tage-Linie im negativen Szenario nicht gehalten werden, droht sogar ein Rückgang bis auf rund 95 Euro.
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Erstellung am 23.04.26 um 17:02 Uhr.
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