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22.01.2022 06:14
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Biontech & Moderna: Ist der Boden erreicht?

Marc O. Schmidt-Kolumne: Biontech & Moderna: Ist der Boden erreicht? | Nachricht | finanzen.net
Marc O. Schmidt-Kolumne
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Mit dem Coronavirus betraten auch zwei bis dahin kaum bekannte Biotechnologieunternehmen die Weltbühne. Biontech (WKN: A2PSR2 / ISIN: US09075V1026) und Moderna (WKN: A2N9D9 / ISIN: US60770K1079). Börsianer jubelten ihnen regelrecht zu. Doch zuletzt ist es um die mRNA-Impfstoff-Stars deutlich ruhiger geworden.

Moderna und Biontech fahren Achterbahn

Die Biontech-Aktie erreichte am 10. August 2021 bei 395 Euro ihr Rekordhoch. Damit war das Unternehmen fast 100 Mrd. Euro wert. Zum Vergleich: Mit Linde, SAP, Volkswagen und Siemens weisen derzeit lediglich vier DAX-Konzerne eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Mrd. Euro auf. In US-Dollar gerechnet hatte Biontech die 100-Milliarden-Marke geknackt. Seitdem ist jedoch der Wurm drin.

Im Vergleich zum Rekordhoch hat die Biontech-Aktie inzwischen rund 65 Prozent an Wert eingebüßt. Ähnlich sieht es bei Moderna aus. Genauso wie Biontech hatte das US-Bio-Tech-Unternehmen einen auf der mRNA-Technologie basierenden Corona-Impfstoff herausgebracht. Es waren die ersten beiden solchen Impfstoffe überhaupt. Dies bescherte auch der Moderna-Aktie zeitweise einen unglaublichen Schub.

Das Papier kletterte am 11. August 2021 auf ein neues Rekordhoch bei 497 US-Dollar. Dem erst 2010 gegründeten Unternehmen Moderna bescherte diese Kursrallye einen Börsenwert von mehr als 200 Mrd. US-Dollar. Doch, wie bei Biontech, folgte seitdem der Absturz.

Im Vergleich zu dem vor rund fünf Monaten verzeichneten Allzeithoch liegt die Moderna-Aktie etwas mehr als 66 Prozent im Minus. Nun fragen sich Anleger, ob die beiden Unternehmen, die durch COVID-19 und ihre mRNA-Corona-Impfstoffe in einem Rekordtempo groß geworden sind, auch in einer Zeit nach der Corona-Pandemie Potenzial haben werden.

Geldmaschine Corona-Impfstoffe

Der Absturz der Biontech- und Moderna-Aktie ist Ausdruck der Sorge vieler Anleger, dass die Unternehmen nicht mehr die Umsätze und Gewinne generieren werden, wie sie es im Zuge der Auftragsspitzen rund um die weltweiten Impfprogramme getan haben. Beispielsweise hat Biontech in den ersten neun Monaten 2021 einen Umsatz in Höhe von 13,4 Mrd. Euro erzielt, und dies nach Erlösen von gerade einmal 137 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Dabei wurde ein Nettogewinn von 7,1 Mrd. Euro eingefahren. Wegen hoher Forschungsinvestitionen stand in den ersten neun Monaten 2020 noch ein Verlust von 352 Mio. Euro zu Buche. Moderna hatte seinerseits nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2021 rund 11,3 Mrd. US-Dollar umgesetzt und einen Gewinn von 7,3 Mrd. US-Dollar erzielt. Zwischen Januar und September 2020 waren es gerade einmal 232 Mio. US-Dollar an Erlösen bei einem Verlust von 474 Mio. US-Dollar. Schon frühzeitig gab es warnende Stimmen.

So sagte Geoff Meacham, Analyst bei Bank of America, bereits am 10. August 2021 gegenüber CNBC, dass die Moderna-Aktie eine „lächerliche“ Bewertung aufweisen würde und diese um 75 Prozent fallen könnte. Inzwischen ist das Papier etwas mehr als 66 Prozent gefallen, sodass noch einige Kursrückgänge folgen könnten. Insbesondere, wenn man das derzeit schwache Börsenumfeld berücksichtigt. Zumal Bloomberg am 21. Januar 2022 berichtete, dass Airfinity die Prognose für die weltweiten Umsätze mit COVID-Impfstoffen, ohne China und Indien, für 2022 von 118 auf 85 Mrd. US-Dollar gesenkt habe.

Neue Herausforderungen

Moderna und Biontech kämpfen gleich mit mehreren Problemen. Sie waren zwar die ersten, die ihre Corona-Impfstoffe auf den Markt gebracht haben, andere sind jedoch nachgezogen. Die Zahl der Alternativen nimmt zu, nicht nur im Bereich der Impfstoffe, sondern auch wenn es um Medikamente zur Behandlung schwerer Krankheitsverläufe geht. Darüber hinaus gibt es im Fall der Omikron-Variante einige Anzeichen, dass diese COVID-19-Variante zwar ansteckender als frühere Varianten, jedoch weniger gefährlich sein könnte.

Aus diesem Grund könnten nicht mehr so viele Booster-Impfungen benötigt werden. Hinzu kommt der Umstand, dass nun auch andere Pharma- und Biotechnologieunternehmen Medikamente und Impfstoffe für andere Krankheiten basierend auf der mRNA-Technologie entwickeln werden. Moderna und Biontech würden auf diese Weise ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, das sie für eine Zeit inne hatten, verlieren.

FAZIT

Nach den zwischenzeitlichen Übertreibungen gilt es nun das Potenzial von Moderna und Biontech nüchterner zu betrachten. Die beiden Vorreiter in Sachen mRNA-Corona-Impfstoffe dürften ihre Erfahrungen nun auch bei der Entwicklung von Vakzinen gegen andere Krankheiten nutzen. Allerdings dürften die Bewertungen der Aktien für Neueinsteiger zu diesem Zeitpunkt immer noch zu hoch sein.

Wer jedoch von den Impfstoff-Entwicklern überzeugt ist, allerdings das Einzelaktien-Risiko vermeiden und stattdessen auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von Unternehmen setzen möchte, die in der Corona-Impfstoff-Herstellung engagiert sind, kann sich das Index-Zertifikat (WKN: DA0AB4 / ISIN: DE000DA0AB48) auf den Pharma Impfstoff- Aktien Index® anschauen. In diesem sind neben Biontech weitere Player aus diesem Bereich wie Moderna, Novavax und Curevac vertreten.

Bildquelle: Pressefoto © BioNTech SE 2020, all rights reserved

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