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25.04.2019 07:47
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Börse Frankfurt-News: "Alles wieder aufgeholt" (Marktstimmung)

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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 24. April 2019. FRANKFURT. Hiesige Anleger bleiben widerwillig, was positiv

für den Markt sein sollte, denn sowohl Anleger auf der Short-Seite als auch

an der Seitenlinie stehen als Nachfrager bereit.

Der gestrige Handelstag darf als denkwürdig gelten. Denn nach einem

zwischenzeitlichen Kurseinbruch von rund 20 Prozent hat es der US-

Aktienmarkt geschafft, gemessen am breit gestreut S&P 500, sein Allzeithoch

von Anfang Oktober 2018 fast wieder zu erreichen. Aber auch der DAX konnte

während des gleichen Zeitraums seinen Verlust von rund 16 Prozent ebenfalls

wieder aufholen, und die Aktien der Eurozone (gemessen am Euro Stoxx 50)

liegen sogar leicht im Plus.

Zu schnell sei das alles gegangen, die Erholung wirke beinahe schon etwas

überzogen, zeigten sich einige Kommentatoren skeptisch. Und es hat fast den

Anschein, als ob die Investoren eher widerwillig als euphorisch auf diesen

Anstieg der Aktienkurse reagiert hätten. Tatsächlich ist es noch nicht allzu

lange her, dass darüber diskutiert wurde, ob die US-Wirtschaft in eine

Rezession abgleiten könne. Und der Konjunkturausblick für die Eurozone blieb

bis zuletzt enttäuschend. Doch allein ein Blick auf das vielbeachtete Modell

der Fed von Atlanta zeigt, wie sich die Wachstumsprognosen aufgrund harter

Daten seit Anfang März für das erste Quartal in den USA verändert haben. Von

anfangs 0,3 wies dieses Modell zuletzt einen Prognosewert für das

Bruttoinlandsprodukt von +2,8 Prozent (saisonbereinigt und annualisiert) für

das erste Quartal dieses Jahres aus. Und auch die Ökonomen gehen im Mittel

von einem Wachstumsplus von annualisiert 1,8 Prozent aus.

All dies scheint die von uns allwöchentlich befragten institutionellen

Investoren mit mittelfristigem Handelshorizont zumindest vordergründig nicht

allzu sehr zu scheren. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist

gegenüber der Vorwoche gerade einmal um 5 Punkte auf einen Stand von +6

Punkte gestiegen. Diese Zurückhaltung ist insofern nachvollziehbar, als es

seit dem Erhebungszeitpunkt in der vergangenen Woche mit einem DAX-Stand von

12.100 Punkten keine günstigeren Einstiegsmöglichkeiten in den Markt gab.

Mit anderen Worten: Die Wenigen, die gekauft haben, haben dies vermutlich

nur getan, weil sie es tun mussten.

Widerwille statt Euphorie

Eine Entwicklung in die andere Richtung gab es indes bei den Privatanlegern,

deren Ausgangssituation sich zuletzt allerdings etwas günstiger als bei den

institutionellen Pendants gestaltete. Denn es gab zumindest bei einem Teil

der Optimisten aus der Vorwoche Gewinnmitnahmen. Dies vermittelt zumindest

der Börse Frankfurt Sentiment-Index in diesem Panel, der um 4 Punkte auf

einen Stand von nunmehr ebenfalls +6 Punkte gefallen ist.

Verglichen mit dem erneuten Anstieg des DAX von 1,2 Prozent gegenüber dem

vergangenen Mittwoch und in Anbetracht von acht Handelstagen in Folge, an

denen der DAX die Sitzung mit einem Plus beschloss (allein an den vier

vergangenen Handelstagen wurde ein neues Jahreshoch markiert!), erscheint

der derzeitige Optimismus der von uns befragten Investoren zu gering

auszufallen. Allein bei den institutionellen Investoren liegt der Börse

Frankfurt Sentiment-Index mit +6 Punkten nicht nur deutlich unter dem Stand

vom Jahresbeginn (+17 Punkten), als der DAX noch unter 11.000 Punkten

notierte, sondern bewegt sich auch in der relativen Sechs-Monatsbetrachtung

unter dem Mittelwert. Damit bleibt die Situation für den DAX nach wie vor

günstig, wobei diejenigen Investoren, die immer noch auf fallende Kurse für

einen günstigeren Einstieg warten, mittlerweile wahrscheinlich froh wären,

noch einmal 12.000 DAX-Zähler zu sehen. Aber nicht nur von dieser Seite ist

Nachfrage zu erwarten. Denn bei weiter steigenden Kursen müssten zudem noch

ausstehende Aktienkäufe im Rahmen einer Short-Squeeze abgewickelt werden.

24. April 2019, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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