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12.09.2018 14:48
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Börse Frankfurt-News: Marktstimmung: Ein Strauß an Befürchtungen

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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Die institutionellen Anleger wagen immer noch keinen Kauf in die Schwäche.

Immerhin sind die Privatanleger aktiver geworden und haben den zeitweise um

mehr als 2 Prozent gefallenen DAX zum Einstieg genutzt.

12. September 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Seit unserer vergangenen

Stimmungserhebung mag politisch, sofern es die Börse anging, vieles im

Unklaren geblieben sein. So sind die von den USA angekündigten Strafzölle

auf chinesische Importe in einem zusätzlichen Volumen von 200 Mrd. Dollar

bislang noch nicht zur Anwendung gekommen, aber schon ist von weiteren zu

besteuernden Importen in Höhe von noch einmal 256 Mrd. Dollar die Rede.

Beide Zahlen sind übrigens keineswegs neu. Aber immer wieder heißt es, der

schwelende Handelskonflikt würde die Börsen belasten. Positives wird

hingegen ausgeblendet. So ist der deutliche Rückgang der Renditen

italienischer Staatsanleihen - deren Anstieg seit Mitte Juli bis zum

Jahreshoch Ende August hat sich innerhalb von nicht einmal zwei Wochen

wieder um mehr als die Hälfte reduziert - von den Börsianern hierzulande

kaum wahrgenommen, geschweige denn in Form von Transaktionen umgesetzt

worden. Auf der anderen Seite könnte man natürlich noch die Zahl der

"Befürchtungen" hochschrauben, wenn man etwa den jüngsten US-

Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag wegen der Entwicklung der Löhne

als Treiber für weitere Zinserhöhungen jenseits des Atlantiks interpretiert.

Und wenn man weiterdenkt, muss man unweigerlich auf die Märkte der

Schwellenländer blicken, die ebenfalls nichts Gutes verheißen. Fehlen

eigentlich nur noch die technischen Analysten, die angesichts einer

drohenden großen Umkehrformation für den DAX vom Schlimmsten ausgehen. Mit

anderen Worten: Negative Informationen haben deutliches Übergewicht.

So gesehen grenzt es fast schon an ein Wunder, dass sich trotz des

neuerlichen Rückgangs des Börsenbarometers um zeitweise 2,1 Prozent seit der

vergangenen Sentiment-Erhebung die Stimmung nicht noch weiter verschlechtert

hat. Vielleicht auch mangels guter Verkaufsgelegenheiten ist unser Börse

Frankfurt Sentiment-Index unter den institutionellen mittelfristig

orientierten Akteuren gegenüber der Vorwoche gerade einmal um zwei Punkte

auf einen Stand von +3 gestiegen. Und zwar fast ausschließlich aufgrund

einer gesunkenen Polarisierung zwischen Bullen und Bären - Letztere waren

wegen möglicher Gewinnmitnahmen im fallenden Markt ein bisschen aktiver

geworden.

Die mutigen 5 Prozent

Wesentlich mutiger präsentierten sich dagegen die Privatanleger, bei denen

sich immerhin 5 Prozent aller Befragten vom Bärenlager überwiegend direkt

auf die Bullen-Seite schlugen. Deswegen ist der Börse Frankfurt Sentiment-

Index dieses Panels um 9 Punkte auf einen Stand von +12 gestiegen. Diese

relativ aktive Gruppe hat vermutlich nicht aus fundamentalen Beweggründen

die Seite gewechselt, sondern vor allem, weil infolge des fallenden DAX

Gewinne aufgelaufen waren, die nun realisiert wurden. Und da sich der DAX

dem Jahrestief bis auf etwas mehr als ein Prozent angenähert hatte,

versuchte sich das Gros dieser wechselwilligen Akteure offenbar mit Käufen

in die Schwäche.

Per Saldo hat sich jedoch an der Gesamtlage des DAX gegenüber der Vorwoche

wenig geändert. Zwar sind die Privatanleger moderat bullish, dürften sich

aber auch relativ schnell wieder von diesen Engagements verabschieden,

sofern sich nicht alsbald Gewinne einstellen. Bei den institutionellen

Pendants ist indes eine solche Tendenz nicht festzustellen - der Börse

Frankfurt Sentiment-Index bleibt mit +3 auch auf Sicht von sechs Monaten

neutral. Damit ist zumindest von den heimischen Anlegern kein

trendauslösender Impuls für den DAX zu erkennen.

12. September 2018, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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