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11.06.2019 16:00
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Börse Frankfurt-News: Risikofreude dank Zollstreitentspannung (ETFs)

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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Anleger werden wieder mutiger und setzen vor allem auf US-Werte. Die gestiegene Volatilität hebt die Nachfrage nach Minimum Volatility-Indexfonds weiter.

11. Juni 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Deutlich bessere Stimmung an den Börsen führt zu mehr Interesse an Aktien-ETFs. Dabei bleiben die Umsätze hoch, Christian Dürr von der Commerzbank spricht mit Blick auf die vergangene Woche von einer "ordentlichen Woche" mit knapp 57.000 Transaktionen. "Vor allem bei US- und Welt-Aktien dominieren die Zuflüsse."

Für gute Laune sorgt zum einen die Hoffnung auf eine Zinssenkung in den USA: US-Notenbankchef Powell hatte vergangene Woche angekündigt, auf Auswirkungen des Zollstreits "angemessen zu reagieren". Dazu kommt heute noch die Einigung im Streit zwischen den USA und Mexiko: US-Präsident Trump will nun zunächst auf Strafzölle verzichten, Mexiko hatte einen besseren Grenzschutz und strengeres Vorgehen gegen Schlepperbanden versprochen. So liegt der DAX am Dienstagmittag wieder bei 12.200 Punkten, Anfang der vergangenen Woche waren es im Tief noch 11.639 Zähler.

Fokus auf schwankungsarme Aktien

Dürr meldet für US-Aktien einen deutlichen Käuferüberhang, dabei konzentrierten sich Anleger meist auf S&P 500-ETFs (WKN A0YEDG, A1JX53). Gut nachgefragt wurden aber auch MSCI World-Tracker (WKN A0HGV0). Bezüglich europäischer Aktien war das Bild Dürr zufolge gemischter: Gesucht waren hier vor allem Aktien aus Eurozonen-Ländern (WKN 593395, DBX1ET), während solche aus Gesamteuropa eher verkauft wurden.

Mit der seit Mai wieder höheren Volatilität an den Aktienmärkten gilt das Interesse der Anleger weiter Minimum Volatility-ETFs, etwa dem iShares Edge MSCI World Minimum Volatility (WKN A1J781), wie Dürr außerdem feststellt. Der ETF hat seit Anfang des Jahres bereits um 16,2 Prozent zugelegt, in den vergangenen drei Jahren waren es im Durchschnitt 9,2 Prozent im Jahr.

Noch Vorsicht bezüglich Emerging Markets

Auch Schwellenländermärkte konnten sich zuletzt erholen, zuvor hatten sie nach kräftigen Gewinnen im ersten Quartal wegen des Handelskonflikts stark verloren. Kunden der Commerzbank trennten sich aber vom iShares Core MSCI EM IMI (WKN A111X9). Der bietet Zugang zu Schwellenländeraktien mit mittlerer und geringer Marktkapitalisierung, die bestimmten Kriterien hinsichtlich Größe, Liquidität und Freefloat-Marktkapitalisierung entsprechen. Der ETF kommt für dieses Jahr immer noch auf ein Plus von 6,3 Prozent, in den vergangenen drei Jahren waren es 8,9 Prozent im Jahr.

Nasdaq-Erholung lockt

Viel Anklang im Bereich der Branchen-Indexfonds finden Immobilien-ETFs wie der iShares Developed Markets Property Yield (WKN A0LEW8), wie Dürr berichtet. Gut an kommen aber auch Technologieaktien, etwa mit dem iShares Stoxx Europe 600 Technology (WKN A0H08Q, A14QB5). "Das liegt wohl am deutlichen Anstieg des Nasdaq", meint der Händler. Der Nasdaq 100, der im Mai deutlich verloren hatte, ist im Juni von 6.078 auf 7.552 Punkte geklettert.

Nasdaq-Erholung lockt

Viel Anklang im Bereich der Branchen-Indexfonds finden Immobilien-ETFs wie der iShares Developed Markets Property Yield (WKN A0LEW8), wie Dürr berichtet. Gut an kommen aber auch Technologieaktien, etwa mit dem iShares Stoxx Europe 600 Technology (WKN A0H08Q, A14QB5). "Das liegt wohl am deutlichen Anstieg des Nasdaq", meint der Händler. Der Nasdaq 100, der im Mai deutlich verloren hatte, ist im Juni von 6.078 auf 7.552 Punkte geklettert.

Das Geschäft mit Anleihen-ETFs bezeichnet Dürr als "unspektakulär". Eher Käufe hat er bei kurzlaufenden Staatsanleihen aus den USA und Deutschland beobachtet sowie bei auf US-Dollar lautenden High Yield-Anleihen.

Von: Anna-Maria Borse

11. Juni 2019, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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