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20.12.2018 15:29
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Börse Stuttgart-News: Trend am Mittag

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

US-Notenbank erhöht Leitzins

DAX: Fed-Chef verunsichert Anleger

Die Fed hat es also noch einmal getan. Zum letzten Mal in diesem Jahr hob die US-Notenbank den

Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an. Manch ein Marktteilnehmer zeigt sich nun ein ganz klein

wenig enttäuscht

Es gab die leise, die sehr leise Hoffnung, dass die Fed die Zinsen vielleicht doch nicht

anheben könnte (siehe auch: Börse am Mittwoch: Fed - Gibt Powell dem politischen Druck nach).

Immerhin machte US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Wochen mehr als deutlich was er

von derartigen Maßnahmen hält. Und auch die konjunkturellen Aussichten sind nicht mehr

uneingeschränkt positiv. Das musste selbst Fed-Chef Powell vor einigen Wochen zugeben. Dennoch

blieb der Offenmarktausschuss der Fed seiner Linie treu und erhöhte die Leitzinsen in den USA

noch einmal um 0,25 Prozentpunkte. Somit bewegen sich die Leitzinsen gegen Ende des laufenden

Börsenjahres in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Der Beschluss fiel einstimmig.

Für das kommende Jahr plant die Fed weitere Zinsschritte, allerdings werden diese wohl deutlich

moderater ausfallen als zuletzt. Stand gestern Abend, plant die US-Notenbank für das kommende

Jahr genau eine weitere Zinserhöhung. Das liegt vor allem daran, dass die Medianprojektion für

den neutralen Zins von 3,00 auf 2,75 Prozent gesunken ist. ?Neutraler Zins? bedeutet, dass ein

solcher Zinssatz die Wirtschaft weder stimuliert noch bremst. Laut Fed-Chef Powell werde die

Fed die konjunkturelle Entwicklung und den Finanzmarkt sehr genau im Blick behalten. Denn

spätestens seit der Sitzung im September kämpft die Fed mit ?einigen Gegenströmungen? so

Powell. Fakt ist, so Powell ?die Geldpolitik wird 2019 die Wirtschaft weniger stützen?.

Anleger hierzulande zeigen sich nicht unbedingt erfreut von den Nachrichten aus Übersee. Das

liegt nicht allerdings nicht so sehr an der Zinserhöhung, diese wurde durchaus erwartet,

sondern vielmehr an den Projektionen der Fed. Vor allem die oben bereits zitierte Aussage

Powells, dass die Notenbankpolitik ?weniger stützen? könnte, sorgt offenbar für Verunsicherung

unter deutschen Anlegern. Die Vorgaben von den US-Aktienmärkten sorgten am Vormittag ebenfalls

für keine Unterstützung. Der Dow Jones und der S&P 500 gingen jeweils mit einem Minus von rund

1,5 Prozentpunkten aus dem Handel. In den USA hoffte man - ein wenig im Gegensatz zum oben

gesagten - darauf, dass die Fed noch ?taubenhafter? agieren könnte. Für den deutschen Leitindex

wird es langsam doch recht fatal. Auf Jahressicht steht mittlerweile ein Minus von fast 20

Prozent zu Buche. Sollte es dabei bleiben, wäre das der größte Jahresverlust seit 2008!

Börse Stuttgart TV

Ein turbulentes Börsenjahr neigt sich dem Ende zu - Zeit Bilanz zu ziehen. Wer waren die

größten Gewinner und Verlierer in 2018, welche Aktie hat am meisten überrascht? Einschätzungen

von Jürgen Dietrich, Aktienhändler auf dem Stuttgarter Börsenparkett.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-

stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=15827

Euwax Sentiment Index

Derivateanleger in Stuttgart wurden heute Vormittag mal wieder für ihren Mut belohnt. Das dicke

Minus im DAX von heute Morgen nutzen einige Anleger um in Call-Optionsscheine oder Knock-Out-

Call einzusteigen. Nachdem der DAX im Anschluss tatsächlich zulegen konnte, setzten allerdings

recht schnell Gewinnmitnahmen ein.

Trends im Handel

Im Fokus der Derivateanleger stehen heute vor allem die großen Indizes. So schafften es heute -

natürlich neben dem obligatorischen DAX - der Dow Jones oder ein Knock-Out-Call auf die NASDAQ

auf die Bestenliste.

Einen deutlichen Käuferüberhang gibt es zudem bei einem KO-Call auf Platin. Anleger setzen

offenbar auf eine kurzfristig einsetzende Gegenbewegung bei Platin, nach das Edelmetall auf

Monatssicht rund sieben Prozent an Wert verloren hat.

Bei den Optionsscheinen sind heute vor allem Automobilwerte gesucht. So stehen heute Calls auf

Volkswagen oder auch Tesla in der Gunst der Anleger weit oben.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und

Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung

für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem

Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe

Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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