Deutsche Telekom-Aktie kaum verändert: Warnstreiks angekündigt - S&P hebt Langfristrating an

Die Gewerkschaft Verdi hat im laufenden Tarifkonflikt Telekom-Beschäftigte in Rheinland-Pfalz und im Saarland für diesen Dienstag zu Warnstreiks aufgerufen.
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Betroffen sind die Standorte der Telekom in Mainz, Koblenz, Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße, Ludwigshafen sowie Trier und Saarbrücken, wie die Gewerkschaft mitteilte.
Darüber hinaus rufe Verdi auch weitere Beschäftigte zu Solidaritätsstreiks auf. Insgesamt werde mit rund 700 Streikenden gerechnet. Damit möchte die Gewerkschaft während der dritten Verhandlungsrunde nach eigenen Angaben den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die zweite Tarifverhandlungsrunde Ende April wurde ohne ein Angebot der Arbeitgeber beendet, wie die Gewerkschaft mitgeteilt hatte.
Aufgrund der Arbeitsniederlegung könne es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau und zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen, hieß es weiter. Die Notleitungen seien sichergestellt.
Verdi fordert den Angaben zufolge 6,6 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem solle es einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr geben. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 120 Euro steigen, zudem soll es hier einen Bonus in Höhe von 240 Euro im Jahr geben.
S&P hebt Langfristrating auf A- an
Die Ratingagentur S&P hat ihr Langfristiges Emittentenrating für die Deutsche Telekom von BBB+ auf A- erhöht. Das Kurzfristrating wurde mit A-2 bestätigt. Der Rating-Ausblick ist stabil. Dank des anhaltenden Umsatzwachstums und der schrittweisen Verbesserung der Profitabilität des Telekomkonzerns rechnen die Ratinganalysten mit einem jährlichen freien operativen Cashflow (FOCF) von über 20 Milliarden Euro. Die schaffe der Deutschen Telekom erhebliche finanzielle Flexibilität, um unvorhergesehene Kapitalbedürfnisse zu decken und gleichzeitig an seiner Finanzpolitik festzuhalten, teilte S&P Global Ratings mit.
Der stabile Ausblick spiegele die Erwartung wider, dass der DAX-Konzern weiterhin ein solides Wachstum der Dienstleistungsumsätze erzielen und die operative Effizienz steigern wird. Das werde zu einer schrittweisen Verbesserung der EBITDA-Marge führen.
Die Telekom-Aktie notierte im XETRA-Handel schlussendlich 0,07 Prozent höher bei 27,62 Euro.
Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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