20.01.2021 14:52

Deutsche Bank-Aktie stabil: Anscheinend rund 20 Prozent mehr Bonus geplant - Streik in Callcentern

Bonustopf: Deutsche Bank-Aktie stabil: Anscheinend rund 20 Prozent mehr Bonus geplant - Streik in Callcentern | Nachricht | finanzen.net
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Die Deutsche Bank will in diesem Jahr einem Zeitungsbericht zufolge wieder deutlich mehr Boni bezahlen.
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Die Deutsche Bank peile einen Bonustopf im Umfang von 1,8 Milliarden Euro an, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf zwei mit dem Sachverhalt vertraute Personen am Dienstag berichtete. Für 2019 hatte das Geldhaus 1,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Ein Sprecher des Instituts wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die von ihr beaufsichtigten Institute zur Zurückhaltung bei Dividenden und Boni aufgefordert. Sie sollten die Gewinne lieber sparen, um besser für die Folgen der Corona-Krise gewappnet zu sein.

Deutsche Bank steht unbefristeter Streik in Callcentern bevor

In den Callcentern der Deutschen Bank droht ein unbefristeter Streik.

Die Gewerkschaft Verdi bereitet nach eigenen Angaben eine Urabstimmung vor, deren Ergebnis für Ende Januar erwartet wird. "Ich gehe von einem klaren Votum unserer Mitglieder für eine Ausweitung der Arbeitskampfmaßnahmen aus", schrieb Jan Duscheck, Fachgruppenleiter Banken von Verdi, beim Kurznachrichtendienst Twitter. Auch die Gewerkschaft DBV macht sich für weitere Arbeitsniederlegungen bereit. "Leider scheint die Arbeitgeberseite zu keinem neuen Angebot bereit", sagte DBV-Bundesvorsitzender Stephan Szukalski. "Daher spricht im Moment vieles für unbefristete Streiks in den nächsten Tagen und Wochen." Die Deutsche Bank wollte sich nicht äußern.

Der Streit um mehr Gehalt für rund 650 Mitarbeiter in Callcentern der Bank schwelt seit Monaten. Zuletzt gab es Anfang Januar einen viertägigen Streik. In Hotlines kam es laut Verdi zu Wartezeiten von rund 45 Minuten. "Im Moment sieht alles danach aus, dass diese Tarifrunde den sprichwörtlichen 'langen Atem' erfordert", sagte Duscheck, der auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sitzt. "Wir fühlen uns dafür gut gerüstet."

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung um sechs Prozent. Die Mitarbeiter in den Callcentern gehören zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitnehmern der Bank. In einer Mail an die Beschäftigten habe die Bank erklärt, die Zeiten seien schwierig und man werde von dem gemachten Angebot nicht abrücken, hieß es bei Verdi. Im Umfeld der Bank hieß es, man setze schon seit längerem auf externe Anbieter für Callcenter-Dienste und werde diese auch bei weiteren Streiks einsetzen.

Die Deutsche Bank baut weltweit 18.000 Jobs ab und kämpft vor allem im Privatkundengeschäft mit sinkenden Erträgen. Analysten rechnen nach den jüngsten Schätzungen damit, dass das Geldhaus 2020 vor Steuern zwei Milliarden Euro verdient hat. Besonders im Investmentbanking liefen die Geschäfte gut. Die Banker sollen daher mehr Bonus erhalten. Einem Zeitungsbericht zufolge will die Bank den Bonustopf um 20 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro erhöhen.

Via XETRA fällt die Deutsche Bank-Aktie derzeit leicht um 0,33 Prozent auf 9,26 Euro.

Frankfurt (Reuters)

Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com

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