Brenntag: Die Bullen regieren weiter
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Die Brenntag-Aktie profitiert von den Preissteigerungen für Chemikalien durch den Krieg am Golf. Technisch eröffnen sich zusätzliche Perspektiven.
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Der Waffenstillstand in Nahost hat Notierungen für Öl spürbar gedrückt und für eine knackige Rally an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Öl- und Chemiewerte, die von den steigenden Rohölpreisen profitierten, standen zunächst erwartungsgemäß auf der Verliererseite. Allerdings ist der Waffenstillstand brüchig und das Zehn-Punkte-Papier des Iran dürfte die Verhandlungen für einen stabilen Frieden in Nahost nicht einfacher machen. Nach einer ersten Ernüchterung griffen Anleger bei Chemiewerten dann doch wieder zu.
Win-win-Situation
Die Brenntag-Aktie erlebte gestern einen volatilen Tag. War das Papier zu Handelsbeginn noch auf rund 56 Euro abgerutscht, kam es im Tagesverlauf zu einer deutlichen Gegenbewegung. Zum einen trauen viele Anleger dem Frieden schlichtweg noch nicht, zum anderen dürfte es selbst bei einem Friedensschluss noch eine Weile dauern, bis die globalen Lieferketten wieder reibungslos funktionieren. Von beiden Szenarien könnte Brenntag profitieren.
Grüne Welle
Technisch hat die Aktie nach dem Absturz vom Jahreshoch Mitte Februar bei knapp 59 Euro bis auf 44 Euro einen starken Rebound auf das Parkett gelegt und schickt sich sogar an, mit dem Rückenwind hoher Chemikalienpreise einen neuen Jahresbestwert zu markieren. Nachdem im März der Abwärtstrend gebrochen und die 200-Tage-Linie geknackt wurde, hat das Papier technisch sowieso wieder merklich Oberwasser.
Fazit
Selbst in einem optimistischen Szenario, in dem die Verhandlungen im Rahmen des Waffenstillstands zu einem Kriegsende am Golf führen, dürfte es noch eine ganze Weile dauern, bis sich der globale Warenverkehr wieder normalisiert. Öl ist ein Grundstoff der chemischen Industrie und viele Golfstaaten mussten zumindest Teile ihrer Produktion wegen Schäden an der Infrastruktur einstellen. Dadurch könnte das Preisniveau für Öl und Chemikalien noch hoch bleiben. Das wiederum dürfte ein geeigneter Impuls sein, um die Brenntag-Aktie technisch über die 59-Euro-Marke zu hieven. Nächste Ziele könnten dann die Marke um 63 Euro oder sogar der Bereich um 68 Euro sein.
Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten könnte auch die Aktie von Gesco beflügeln, die zuletzt wegen der kriegsbedingten Konjunktursorgen stark gelitten hat. Die attraktive Bewertung könnte für zusätzlichen Schub für die Aktie sorgen: zum Artikel
Guten Newsflow gibt es ungeachtet der Lage am Golf bereits seit Längerem bei der 2G Energy AG, die sich einer wachsenden Nachfrage und eines starken Auftragseingangs erfreut. Auch die Aktie profitiert: zum Artikel
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Erstellung am 09.04.26 um 10:43 Uhr.
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