finanzen.net
13.09.2018 15:12
Bewerten
(0)

Britische Notenbank hält wegen Brexit Leitzinsen konstant

DRUCKEN

London (Reuters) - Die britische Notenbank hat wegen des nahenden Brexit ihre Zinspolitik nicht angetastet.

Die Londoner Pfund-Wächter beschlossen am Donnerstag einstimmig, den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bei 0,75 Prozent zu belassen. Die Bank von England hatte den Satz Anfang August auf dieses Niveau angehoben - das höchste seit fast einem Jahrzehnt. Die Währungshüter kämpfen gegen die im Sog der Brexit-Entscheidung von 2016 steigenden Verbraucherpreise. Dafür sorgt insbesondere der Kursverlust des Pfund nach dem Austrittsreferendum. Denn dadurch verteuern sich die Importe, was die Kaufkraft der Verbraucher schmälert.

Seit der letzten Zinssitzung hätten an den Finanzmärkten die Unsicherheiten über die Entwicklungen im Brexit-Prozess zugenommen, erklärte die Notenbank. Sie bekräftigte, bei weiteren Zinserhöhungen vorsichtig vorzugehen. Großbritannien will die Europäische Union Ende März 2019 verlassen. Es ist aber immer noch nicht klar, wie die wirtschaftlichen Beziehungen zur EU künftig aussehen werden. Am Dienstag wurde bekannt, dass Notenbank-Chef Mark Carney noch bis Ende Januar 2020 und damit sieben Monate länger im Amt bleibt. Inmitten der stockenden Brexit-Verhandlungen hätte sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig gestalten können.

Die Notenbank habe keinen Grund gehabt, ihren Kurs zu ändern, sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. "Wegen des Brexits dürfte diese Marschroute in den nächsten Monaten bestehen bleiben." Ähnlich äußerte sich auch sein Kollege Jens Kramer von der NordLB. Wegen der Nervosität mit Blick auf den Fortgang der Brexit-Verhandlungen habe die Notenbank kaum eine andere Wahl, als für Stabilität zu sorgen. Die meisten Volkswirte gehen davon aus, dass die Pfund-Wächter erst nach dem EU-Austritt einen weiteren Zinsschritt in Erwägung ziehen.

Aus den Regionen erreichten die britische Notenbank unterdessen Berichte, dass Unternehmen die Kostenschrauben anziehen und sich bei Investitionen zurückhalten. Exporteure stuften die Wahrscheinlichkeit auf 40 Prozent ein, dass der Austritt des Landes aus der EU ihre Umsätze schmälern könnte. Dennoch erhöhten die Notenbank am Donnerstag ihre Wachstumsprognose für das dritte Quartal leicht auf 0,5 Prozent von bislang 0,4 Prozent. Dahinter steht unter anderem der ungewöhnlich warme Sommer auf der Insel, der sich positiv auf die Kauflaune der Verbraucher auswirkte.

Informationsvorsprung für Anleger

Mit japanischen Kerzencharts können Trader das Marktgeschehen exakt analysieren. Wie Sie die japanischen Candlesticks erfolgreich für Ihr Trading nutzen, erklärt Tom Neske heute Abend ab 18 Uhr.
Jetzt Platz sichern!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt freundlich -- Ceconomy: Dividende fällt aus -- FedEx senkt Jahresprognose -- Haushaltsstreit: EU und Italien einigen sich -- Fresenius, EVOTEC, Deutsche Post im Fokus

Zuschlag für Erhebung der Pkw-Maut soll an Konsortium Kapsch/CTS Eventim gehen. Apple will Verkaufsbann in China mit Software-Update vermeiden. Tesla-Chef eröffnet Test-Tunnel in Los Angeles. Chinesische Polizei verhaftet offenbar dritten Kanadier. Börsendebüt für Softbanks Mobilfunktochter enttäuscht.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel verdienen die reichsten Amerikaner pro Stunde
Wer ist an der Spitze?
Diese Autobauer machen den meisten Profit
Größte Marge bei verkauften Autos
Netter Bonus
Auf soviel Weihnachtsgeld dürfen sich Arbeitnehmer 2018 in Deutschland freuen
Die korruptesten Länder der Welt
In diesen Staaten ist die Korruption am höchsten
In diesen Ländern ist Netflix am billigsten
Wo zahlen Abonnenten am wenigsten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es noch zu einem geordneten Brexit kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Saint-Gobain S.A. (Compagnie de Saint-Gobain)872087
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Amazon906866
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Deutsche Post AG555200
Wirecard AG747206
BASFBASF11
Ceconomy St.725750
Aurora Cannabis IncA12GS7
TeslaA1CX3T
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
EVOTEC AG566480
BayerBAY001