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20.05.2019 11:59
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Bundesbank: Erholung der Konjunktur erst im zweiten Halbjahr

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Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesbank rechnet mit einer allmählichen Belebung der deutschen Wirtschaft erst im Zuge einer Erholung der globalen Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte. Im Frühjahr dürfte es nur ein verhaltenes Wachstum der deutschen Wirtschaft geben, schreiben die Experten der Bundesbank in ihrem Monatsbericht für Mai. Zudem dürfte das Muster einer zweigeteilten Konjunktur, welche die Wirtschaft in Deutschland seit dem Sommer 2018 prägt, bestehen bleiben.

Einerseits werde sich der Abschwung in der Industrie fortsetzen, andererseits seien die Auftriebskräfte der binnenwirtschaftlich orientierten Branchen weiterhin intakt. Dadurch ergebe sich insgesamt nach wie vor "eine schwache konjunkturelle Grundtendenz", erklärte die Bundesbank.

Im ersten Quartal 2019 ist nach einer Schnellschätzung des Statistischen Bundesamts (Destatis) das Bruttoinlandsprodukt (BIP) saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen.

Die Bundesbank merkte jedoch an, dass für die spürbare Zunahme wohl vorübergehende Faktoren eine wichtige Rolle spielten: So hätten die nach der Jahreswende in Kraft getretenen expansiven Fiskalmaßnahmen dem privaten Verbrauch wohl zusätzlichen Schub verliehen. Weitere Impulse dürfte von nachgeholten Pkw-Käufen gekommen sein.

Diese Sondereffekte dürften auslaufen oder sich sogar umkehren, kalkulierte die Bundesbank. "So könnte der zusätzliche Impuls der Fiskalmaßnahmen auf den privaten Konsum im zweiten Jahresviertel vorübergehend nachlassen, bevor dann in der zweiten Jahreshälfte andere, die Kaufkraft stützende Maßnahmen die Haushalte erreichen." Ferner seien die Nachholprozesse bei den Pkw-Käufen wohl weitgehend abgeschlossen. Nicht zuletzt sei im Baubereich nach der wetterbedingt sehr kräftigen Zunahme im Winter ein dämpfender Rückpralleffekt zu erwarten.

Die Abschwungkräfte in der Industrie könnten sich sogar noch etwas verstärken, erklärte die Bundesbank. "Dies ist unter anderem am industriellen Auftragseingang abzulesen, der nach der Jahreswende sehr stark und auf breiter Basis zurückging. Außerdem gab der Geschäftsklimaindex für das verarbeitende Gewerbe bereits zum achten Mal in Folge nach. Auch die Produktions- und Exporterwartungen wurden nochmals zurückgestuft." Eine allmähliche Belebung der Wirtschaftstätigkeit sei erst im Zuge mit einer Erholung der globalen Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/kla

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2019 06:00 ET (10:00 GMT)

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