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15.06.2018 08:31
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Bundesbank rechnet mit anhaltender Hochkonjunktur

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Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesbank rechnet damit, dass die Hochkonjunktur in Deutschland in den nächsten Jahren anhält. Für das Jahr 2018 erwarten die Fachleute der Bundesbank ein spürbar niedrigeres, für die Jahre 2019 und 2020 dagegen ein leicht höheres Wirtschaftswachstum. "Die Unsicherheiten für den Ausblick der deutschen Wirtschaft sind erheblich höher einzustufen als zuvor", betonte Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Die bereits hohe Auslastung der Wirtschaft nehme bis zum Jahr 2020 weiter zu, das Wachstum werde voraussichtlich nicht mehr ganz so kräftig ausfallen wie im Vorjahr, hieß es bei der Präsentation der halbjährlichen Prognose zur Gesamtwirtschaft.

Für das Jahr 2018 sagen die Fachleute der Bundesbank ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 (bisher: 2,5) Prozent voraus. Im Jahr 2019 soll das BIP der neuen Prognose zufolge um 1,9 (1,7) Prozent steigen und im Jahr 2020 um 1,6 (1,5) Prozent. Damit expandiert die deutsche Wirtschaft den Fachleuten zufolge durchgehend stärker als das Produktionspotenzial.

Die Exporte und die gewerblichen Investitionen dürften weniger stark zulegen, führte die Bundesbank aus. Zudem dämpfe der steigende Mangel an Fachkräften in zunehmendem Maße das Beschäftigungswachstum. Trotz deutlich stärker steigender Löhne werde damit tendenziell der Zuwachs der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte gebremst, was die Grunddynamik des privaten Verbrauchs mindere.

Gestützt werde die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dagegen vor allem im kommenden Jahr durch expansiv wirkende fiskalische Maßnahmen, wobei die Regierungsankündigungen nur zu einem begrenzten Teil in die Prognose eingeflossen seien. "Zusammengenommen ergibt sich das Bild einer andauernden Hochkonjunkturphase, in der sich die zunehmenden angebotsseitigen Engpässe in kräftigen Lohnzuwächsen und in einer stärkeren Binneninflation niederschlagen", sagte Weidmann.

Die Inflationsrate soll - gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) - 2018 auf jahresdurchschnittlich 1,8 Prozent anziehen, so die Bundesbank-Prognose. Der Preisdruck ist damit geringfügig höher als im Vorjahr. In den kommenden beiden Jahren soll die Teuerungsrate dann etwa auf diesem Niveau verharren.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 15, 2018 02:32 ET (06:32 GMT)

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