finanzen.net
26.03.2020 13:00

Bundesregierung geht von BIP-Schrumpfung um bis zu 6% aus - Bericht

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BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung geht laut einem internen Lagebericht durch die Corona-Krise von einem starken Schrumpfen der Wirtschaft in diesem Jahr aus und befürchtet die Schließung aller Flughäfen auch für den Frachtverkehr. Das berichtet der Tagesspiegel mit Verweis auf einen internen "C-Bericht" des Bundeswirtschaftsministeriums.

In dem Bericht heißt es laut Tagesspiegel, das Bundesfinanzministerium "hat als makroökonomische Grundlage für den Nachtragshaushalt einen realen BIP-Rückgang von minus 6,0 Prozent unterstellt". Weiter heißt es, die Abschätzungen der Wirtschaftsinstitute von einem Minus bis 1,5 Prozent seien "nach Einschätzung des Fachreferats zu optimistisch".

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums wollte zu dem Bericht keine Stellung beziehen. Das Finanzministerium konnte nicht unmittelbar zu einer Stellungnahme erreicht werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium sorgt sich laut Tagesspiegel zudem, dass der gesamte Luftverkehr, einschließlich des Frachtverkehrs, zum Erliegen kommen könnte. "Flughäfen sind wegen hoher Fixkosten daran interessiert, den gesamten Flugverkehr (auch Frachtverkehr) einzustellen. Frankfurt Rückgang um 40 Prozent", heißt dort laut Tagesspiegel wörtlich. In kurzen Sätzen wird in dem Lagebericht, der von der Abteilung LA1 (Politische Analyse und Planung) auf einige weitere Schlüsselbranchen eingegangen.

Für die gesamte Wirtschaft rechnet das Bundeswirtschaftsministerium mit großen Schwierigkeiten und sorgt sich um die Zahlungsfähigkeit. "Verschlechterung von Bonitäten auf breiter Front zu erwarten. Hohe Nachfrage bei Hausbanken. Klagen über Bearbeitungsdauer und Anforderungen seitens Hausbanken", heißt es im Stakkato vor einer Auflistung der bereits bekannten Gegenmaßnahmen wie zum Beispiel Steuerstundungen und Soforthilfen.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/jhe

(END) Dow Jones Newswires

March 26, 2020 08:01 ET (12:01 GMT)

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