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14.05.2018 14:45
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Bundesregierung lobt wirtschaftlichen Reformkurs Argentiniens

Von Stefan Lange

BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung stärkt Argentinien in der aktuellen Finanzkrise demonstrativ den Rücken. Das Land habe wichtige Wirtschaftsreformen auf den Weg gebracht, würdigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Seibert äußerte sich vor dem Hintergrund von Gesprächen der argentinischen Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über eine Kreditlinie. Präsident Mauricio Macri will mit dem frischen Geld die anhaltende Abwertung der Landeswährung eindämmen.

Seibert sagte dazu, es sei die eigene, souveräne Entscheidung Argentiniens, sich an den IWF zu wenden. IWF-Chefin Christine Lagarde habe eine Erklärung veröffentlicht, in der sie auf die Partnerschaft zwischen dem IWF und Argentinien verweise. "Wir stehen selbstverständlich im Kontakt mit beiden, mit Argentinien und dem IWF", erklärte Seibert.

"Wichtiger Partner"

Deutschland habe den wirtschaftlichen Reformkurs Argentiniens stets unterstützt, sagte Seibert. "Argentinien ist darüber hinaus für uns ein wichtiger Partner", betonte der Regierungssprecher. Die Bundesregierung arbeite mit Argentinien sowohl bilateral als auch multilateral "gut und eng" zusammen. Seibert erinnerte in diesem Zusammenhang an den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Buenos Aires vor knapp einem Jahr.

Argentinien hat in diesem Jahr die G20-Präsidentschaft inne, die es von Deutschland übernommen hat. "Wir unterstützen das Land intensiv bei der Vorbereitung des G20-Gipfels Anfang Dezember in Buenos Aires", sagte Seibert.

Argentinien steht 17 Jahre nach dem damals größten Staatsbankrott der Geschichte und dem Ausfall von rund 100 Milliarden Dollar wieder im Rampenlicht. Die argentinische Zentralbank hat den Zinssatz bereits mehrfach angehoben, um die starke Abwertung des Peso zu stoppen. Die Inflation im Land liegt bei mehr als 25 Prozent, sie soll mindestens auf 15 Prozent gedrückt werden.

Der nach seinem Amtsantritt Ende 2015 als Befreier gefeierte Präsident Macri steht massiv unter Druck. Die Argentinier sind verärgert über die steigenden Stromrechnungen, da er Subventionen kürzte. Mächtige Gewerkschaften lehnen Renten- und Arbeitsreformen ab, die die Regierung Anfang des Jahres verschoben hat. Im April fiel die Unterstützung für die Regierung auf 46 von 66 Prozent im Oktober.

Kontakt zum Autor: stefan.lange@wsj.com

DJG/stl/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 14, 2018 08:46 ET (12:46 GMT)

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