14.02.2018 12:29
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Ceconomy-CEO: Einigung mit Convergenta Priorität im laufenden Gj

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Von Ulrike Dauer

FRANKFURT (Dow Jones)--Für die Ceconomy AG, Mehrheitsaktionärin der Media-Saturn-Holding, hat es Top Priorität, im laufenden Geschäftsjahr den Streit mit dem Minderheitsaktionär von Europas größter Unterhaltungselektronikhandelskette beizulegen. Deshalb werden beide Parteien - Ceconomy und die Convergenta Invest und Beteiligungs GmbH des verstorbenen Media-Markt-Mitgründers Erich Kellerhals - unmittelbar nach der Hauptversammlung direkte Gespräche aufnehmen, um bald zu einer Lösung zu kommen. Das sagte Ceconomy-Chef Pieter Haas auf der ersten Hauptversammlung des Unternehmens, das im vergangenen Jahr aus der Abspaltung des Unterhaltungselektronikgeschäfts der Metro AG entstanden ist.

"Für den Rest des Jahres stehen aus strategischer Sicht ganz oben auf der Agenda unsere Bemühungen, die Meinungsverschiedenheiten mit Convergenta, der Minderheitsgesellschafterin der MediaSaturnHolding, zu beenden", sagte Haas den Aktionären. "Vor diesem Hintergrund haben wir mit der Convergenta Vereinbarungen für einen offenen und konstruktiven Dialog getroffen. Diesen Dialog werden wir direkt nach der Hauptversammlung aufgreifen, vertraulich führen und Sie gemeinsam über Ergebnisse zu gegebener Zeit gemeinsam informieren."

Kellerhals, der am 25. Dezember im Alter von 78 Jahren starb und über Convergenta rund 20 Prozent an der Media-Saturn-Holding hält, hatte gegen die Metro-Aufspaltung geklagt, weil sie ihn unter anderem steuerlich benachteilige und primär den Metro-Großaktionären nütze. Die Beteiligung dürfte einen Wert von mehr als 2 Milliarden Euro haben.

Kellerhals, der historisch ein Vetorecht bei bestimmten strategischen Entscheidungen der Media-Saturn-Holding hatte, und die "alte" Metro AG stritten sich seit 2011 um seine Aktionärsrechte. Der Streit ist seit der Aufspaltung auf die Ceconomy übergegangen, die nun die restlichen 80 Prozent an der Media-Saturn-Holding hält. Zwischenzeitlich wurde gemeinsam ein Mediator eingesetzt, dessen Vertrag Ende 2017 auslief. Der Vorschlag, dass Ceconomy Convergenta die Anteile abkaufen könnte, steht im Raum, allerdings müssten sich beide Parteien erst auf einen Preis einigen.

Für Ceconomy-Aktionäre wäre eine Einigung eine wichtige Weichenstellung.

"Es wäre ein wichtiger Schritt, dieses Problem dauerhaft zu lösen", sagte Jella Benner-Heinacher, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, zu Dow Jones. Die DSW vertritt private Ceconomy-Aktionäre, die zusammen etwas weniger als 1 Prozent der Stimmrechte halten.

"Das wird etwas kosten, könnte aber nun etwas leichter gehen, da man mit den Erben verhandelt", sagte Benner-Heinacher.

Die DSW findet auch die Dividende von 26 Cent je Stammaktie, die Ceconomy für das abgelaufene Geschäftsjahr vorschlägt, "eher enttäuschend", da damit die Ausschüttungsquote am unteren Rand der in Aussicht gestellten 45 bis 55 Prozent liege. Man kritisiere auch die Strategie des Unternehmens rund um den Black Friday, den Freitag nach dem US-Feiertag Thanksgiving. Mit massiven Rabattaktionen brach Ceconomy zwar mit über 250 Millionen Euro Umsatz innerhalb von 24 Stunden einen Rekord, dies ging aber dann zu Lasten des margenstärkeren und somit profitableren Umsatzes im Dezember und führte zu einem Gewinneinbruch im wichtigsten Quartal des Geschäftsjahres.

"Man wird hinterfragen müssen, ob dies die richtige Strategie war, ob man sich nicht ins Knie geschossen hat", sagte Benner-Heinacher.

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_

DJG/uxd/kla

(END) Dow Jones Newswires

February 14, 2018 06:30 ET (11:30 GMT)

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