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01.04.2020 22:08

Aus T-Mobile US wird T-Mobile: Fusion mit Sprint abgeschlossen - T-Mobile stuft Telekom und T-Mobile US ab

Chef ernannt: Aus T-Mobile US wird T-Mobile: Fusion mit Sprint abgeschlossen - T-Mobile stuft Telekom und T-Mobile US ab | Nachricht | finanzen.net
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Die Telekom-Tochter T-Mobile US vollzieht ihre lange angepeilte Fusion mit dem Rivalen Sprint.
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Nach einer rund zweijährigen kartellrechtlichen Zitterpartie ist die Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US (T-Mobile (ex T-Mobile US)) mit dem kleineren US-Wettbewerber Sprint endlich in trockenen Tüchern. Die Unternehmen gaben am Mittwoch den offiziellen Abschluss des seit April 2018 geplanten Mega-Deals bekannt. Dadurch entsteht ein neues Schwergewicht im US-Mobilfunkmarkt, das die Jagd auf die Branchenführer Verizon und AT&T eröffnen will. Gemeinsam bringen es T-Mobile und Sprint nach eigenen Angaben auf 140 Millionen Kunden und einen Börsenwert von rund 110 Milliarden Dollar.

Die Fusion vereint die dritt- und viertgrößten US-Telefonanbieter, was von Anfang auf großen wettbewerbsrechtlichen Widerstand stieß. Es kostete viel Zeit und erhebliche Zugeständnisse, bis das US-Justizministerium unter strengen Auflagen zustimmte und die Branchenaufsicht FCC grünes Licht gab. Selbst danach klagte noch ein Bündnis von US-Bundesstaaten, das Jobverluste und Preiserhöhungen befürchtete. Im Dezember kam es in New York zum Showdown vor Gericht, im Februar fiel dann das Urteil zugunsten von T-Mobile und Sprint.

"Dies ist in herausfordernden Zeiten ein historischer Tag für die Deutsche Telekom", sagte Telekom-Chef Tim Höttges. Die Bonner kontrollieren 67 Prozent der Stimmrechte und erhalten mit 43 Prozent den größten Anteil am neuen Unternehmen. Der Sprint-Mehrheitseigner Softbank übernimmt 24 Prozent, der Rest geht an freie Aktionäre. Die Fusion erfolgte über einen Aktientausch. Bei Ankündigung des Deals war das Paket, das Sprint-Aktionäre für ihre Anteile erhalten, gut 26 Milliarden Dollar wert, seitdem hat sich das Kursverhältnis aber verändert, so dass sie nun T-Mobile-Aktien im Wert von gut 31 Milliarden Dollar bekommen.

Für die Telekom ist der Abschluss der Fusion das Happy End einer Geschichte, die die Bonner schon seit Jahren auf Trab hielt. Der Konzern versucht seit langem schon nach einem Partner für seine US-Tochter, ein Verkauf an AT&T war vor Jahren gescheitert. 2014 dann wollten T-Mobile und Sprint die Kräfte bündeln, was jedoch ebenfalls durch kartellrechtliche Bedenken zunichte gemacht wurde. Bei einem weiteren Anlauf konnten sich Telekom und Softbank nicht auf Preis und Besitzverhältnisse einigen. Nach dem US-Regierungswechsel setzten die Unternehmen große Hoffnung in Präsident Donald Trump, dessen Regierung dann auch den Weg freimachte.

Geführt wird die neue T-Mobile wie vom Unternehmen zuvor bereits angekündigt von Mike Sievert, der bislang als Vorstand für das Tagesgeschäft zuständig war. Der bisherige Chef John Legere tritt ab, soll aber zunächst noch als Vorsitzender des Verwaltungsrats an Bord bleiben. Der schillernde und exzentrische US-Top-Manager - Markenzeichen Lederjacke und Magenta-Shirt - hatte den Spitzenposten seit 2012 inne. Leger brachte die einst schwächelnde und verlustreiche US-Sparte der Telekom mit aggressiven Marketingmethoden wieder auf Kurs.

Telekom und Sprint wollen mit der Fusion Kosteneinsparungen von über 6 Milliarden Dollar jährlich erreichen, weil doppelte Netzstrukturen wegfallen. Das kostet aber nach früheren Angaben auch erst einmal 15 Milliarden Dollar, um die Netze zusammenzulegen und aus den zwei Unternehmen eines zu machen. Zudem will T-Mobile US über 40 Milliarden in den Netzausbau in den USA investieren, unter anderem um den neuen Datenfunk 5G zu etablieren.

S&P stuft Deutsche Telekom und T-Mobile US nach Sprint-Akquisition ab

Standard & Poor's hat die Deutsche Telekom sowie die US-Tochter T-Mobile US heruntergestuft. Grund für die Herabstufung sei der Abschluss der Akquisition des US-Wettbewerbers Sprint durch T-Mobile U.S. am Mittwoch und vor allem die damit verbundenen Integrationskosten. Zudem werde T-Mobile 2020 und 2021 nur wenig freien operativen Cashflow generieren, was für S&P's Bewertung der finanziellen Risiken und Ratings relevant ist.

Das Rating für beide Unternehmen wurde um eine Stufe gesenkt, bei der Deutschen Telekom auf BBB von BBB+, bei der US-Tochter auf BB von BB+.

Der Ausblick für beide Unternehmen ist stabil. Ende April 2018 hatte S&P Deutsche Telekom auf Creditwatch mit negativen Implikationen gesetzt.

Obwohl es an der Wall Street im Mittwochshandel deutlich nach unten ging, galten für T-Mobile-Aktien andere Regeln: Die T-Mobile US-Aktie gewann an der NASDAQ 1,47 Prozent auf 85,13 US-Dollar.

BELLEVUE/OVERLAND PARK (dpa-AFX / Reuters / Dow Jones)

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