finanzen.net
14.01.2019 18:00
Bewerten
(0)

Chemieindustrie fordert Kompensation für höhere Strompreise bei Kohleausstieg

DRUCKEN

BERLIN (Dow Jones)--Die chemische Industrie hat vor der Spitzenrunde bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag eine Entschädigung für steigende Strompreise verlangt, wenn Deutschland aus der Stromerzeugung mit Kohle aussteigt. "Deutschland steht vor der schwierigen Aufgabe, langfristig eine sichere Stromversorgung zu bezahlbaren Preisen sicherzustellen", sagte der Chef des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann.

Laut Tillmann wird ein Kohleausstieg als nationaler Alleingang unausweichlich zu höheren Strompreisen in Deutschland führen. Er warnte davor, dass die Betriebe an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen würden.

Energieintensive Industrien wie die Chemie stünden für ein Fünftel des deutschen Stromverbrauchs. "Sie brauchen deshalb eine Kompensation für höhere Strompreise aus dem Kohleausstieg", verlangte er. Der Ausgleich für die Unternehmen war in den vergangenen Monaten bei den Beratungen in der Kohlekommission in das Hintertreffen geraten.

Die Kanzlerin rechnet bei der für den Abend angesetzten Runde mit den Ministerpräsidenten aus den Braunkohleländern allerdings mit keinen weitreichenden Beschlüssen. Es handele sich um "kein Treffen, bei dem Entscheidungen fallen", erklärte Merkels Sprecher Steffen Seibert. Es sei ein Austausch- und Informationstreffen, dem auch mehrere Minister des Kabinetts beiwohnen werden.

Zum Schutz des Klimas will Deutschland in den kommenden Jahrzehnten aus der Stromerzeugung mit Kohle aussteigen. Bei der Verfeuerung des Rohstoffs wird besonders viel klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt. Der Abschied von der Braunkohle wird die drei Reviere im Rheinland, Mitteldeutschland und der Lausitz vor große wirtschaftliche Probleme stellen.

Die betroffenen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern vom Bund deutlich mehr Geld für den Strukturwandel, so dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 14, 2019 12:00 ET (17:00 GMT)

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX startet leichter -- Asiens Börsen zurückhaltend -- Fed untersucht wohl Rolle der Deutschen Bank beim Danske-Skandal -- IBM schlägt Markterwartung bei Umsatz und Gewinn -- Deutsche Börse im Fokus

Cannabis-Produzent Green Growth Brands legt feindliche Übernahmeofferte für Aphria vor. Trump-Berater Kudlow: Handelsabkommen hängt von Umsetzung chinesischer Zugeständnisse ab. China plant höhere Staatsausgaben im Kampf gegen Konjunkturflaute. Fitch bestätigt Japan-Rating mit A. Ahold Delhaize mit solidem Wachstum im Schlussquartal.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Die Performance der DAX 30-Werte in 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
Die Performance der Rohstoffe in in 2018.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es noch zu einem geordneten Brexit kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Amazon906866
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Aurora Cannabis IncA12GS7
TeslaA1CX3T
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
EVOTEC AG566480
Siemens AG723610
SteinhoffA14XB9
Allianz840400
Infineon AG623100