VW-Aktie dennoch fester: Sinkende Audi-Gewinne belasten Konzern weiter

Audi macht immer weniger Gewinn.
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Im ersten Quartal verdiente der zu VW gehörende Teilkonzern nach Steuern 559 Millionen Euro, wie er am Dienstag mitteilte. Das waren gut 11 Prozent weniger und der vierte Rückgang in einem ersten Quartal in Folge. Zum Vergleich: In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 hatte Audi noch 2,9 Milliarden nach Steuern verdient.
Seither hat sich für die ganze Autoindustrie der Wind gedreht und er bläst auch Audi kalt ins Gesicht: Die US-Zölle sorgten für eine Belastung im niedrigen dreistelligen Millionenbereich, wie Finanzchef Jürgen Rittersberger sagte. Und wie sich die neuesten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump auswirken, kann das Unternehmen noch nicht sagen. Immerhin: Ohne die US-Zölle hätte es laut Rittersberger im ersten Quartal für ein Gewinnwachstum vor Steuern gereicht.
China-Ergebnis schrumpft
Das andere Dauerproblem für Audi ist China. Dort verdiente der Konzern sehr viel weniger. Das China-Geschäft, das Audi im Finanzergebnis verbucht, trug dort nur noch 28 Millionen Euro bei. Vor einem Jahr waren es noch 170 Millionen. Hier leidet Audi, wie alle deutschen Hersteller, unter dem sehr harten Wettbewerb auf dem chinesischen Markt. Zudem fiel Förderung für Elektroautos weg, was zu Kaufzurückhaltung führte. Audi bekam darüber hinaus auch noch den Modellwechsel beim wichtigen A6 zu spüren, wie Rittersberger sagte. Hier sei im Laufe des Jahres aber eine Verbesserung zu erwarten.
Dazu soll auch Audis für China entwickelte Wortmarke ohne die berühmten vier Ringe beitragen. Hier wird im Laufe des Jahres das zweite Modell eingeführt.
Auch beim Umsatz musste Audi Federn lassen. Er sank von 15,4 auf 14,2 Milliarden Euro. Alle Zahlen beziehen sich auf den Audi-Konzern, zu dem neben der Kernmarke auch Bentley und Lamborghini gehören.
Erheblicher Handlungsdruck
"Unsere Ergebnisentwicklung zeigt klar, dass wir erheblichen Handlungsdruck haben", sagt Rittersberger. Deswegen treibe man Kosten- und Effizienzmaßnahmen weiter voran. Im ganzen VW-Konzern wird derzeit darüber diskutiert, wie weiter gespart werden kann.
Natürlich prüfe man permanent, wo es weitere Einsparmöglichkeiten gebe, sagt Rittersberger darauf angesprochen. Man habe bei Audi aber schon "wirklich viel" umgesetzt. Zum Werk Neckarsulm, über das es zuletzt Spekulationen gab, sagte er, es sei ein "ganz entscheidendes Werk" für Audi. Zudem modern, gut aufgestellt und ausgelastet.
Die VW-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 0,84 Prozent höher bei 84,50 Euro.
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INGOLSTADT (dpa-AFX)
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