07.12.2021 08:37

Chinas Exporteure verlieren an Schwung - Kohleimport steigt stark

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Peking (Reuters) - Exportweltmeister China hat im November wegen einer schwächeren Nachfrage auf wichtigen Märkten und höheren Kosten an Schwung verloren.

Die Ausfuhren wuchsen um 22,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zolldaten hervorgeht. Im Oktober hatte es noch zu einem Anstieg von 27,1 Prozent gegeben. Allerdings hatten von Reuters befragte Ökonomen eine noch stärkere Verlangsamung auf 19,0 Prozent erwartet, da die Aufwertung der Landeswährung Yuan chinesische Waren im Ausland teurer macht.

Wesentlich stärker entwickelten sich die Importe, die mit 31,7 Prozent deutlicher als im Oktober und von Experten vorhergesagt zulegten. "Insbesondere die Kohleimporte sind sprunghaft gestiegen", sagte der Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Pinpoint Asset Management, Zhiwei Zhang. Damit solle das Problem der Energieknappheit gelöst haben. Stromausfälle plagen immer wieder die Wirtschaft und dämpfen deren Wachstum. Chinas Überschuss im Außenhandel fiel mit 71,72 Milliarden Dollar deutlich kleiner aus als erwartet, weil die Importe schneller zulegten als die Exporte.

Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft hat in den vergangenen Monaten bei der Erholung von der Corona-Krise an Schwung verloren. Wegen des guten Jahresauftakts dürfte die Wirtschaft 2021 zwar um rund acht Prozent wachsen. Ökonomen der Academy of Social Sciences, ein Institut der chinesischen Regierung, rechnen für das kommende Jahr aber nur noch mit 5,3 Prozent, was für chinesische Verhältnisse wenig wäre. Zuletzt sahen etwa Konjunkturdaten aus der Industrie aber nicht mehr so gut aus, am Immobilienmarkt droht eine Pleite des Baukonzerns China Evergrande und immer wieder kommt es zu Coronavirus-Ausbrüchen.

Zur Ankurbelung der Konjunktur verschafft die chinesische Notenbank den Geldhäusern erneut mehr Spielraum für die Kreditvergabe. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr senkte sie diese Woche den Betrag, den Banken als Mindestreserve halten müssen. Ab dem 15. Dezember müssen die Institute umgerechnet rund 167 Milliarden Euro weniger Kapital vorhalten. Das entspreche einer Absenkung des Reservesatzes für Geschäftsbanken um einen halben Prozentpunkt. Je geringer dieser Satz ist, um so mehr Kredite können die Banken vergeben.

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