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16.09.2019 11:07
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China hält Wachstum von sechs Prozent "sehr schwer" erreichbar

Shanghai (Reuters) - In China verdichten sich die Hinweise auf ein immer stärker abflauendes Wachstum.

Die besonders massiv unter dem Handelskonflikt mit den USA leidende Industrie steigerte ihre Produktion im August mit 4,4 Prozent so schwach wie seit über 17 Jahren nicht mehr. "Es wird für China sehr schwer werden, ein Wachstum von sechs Prozent und mehr beizubehalten", sagte Ministerpräsident Li Keqiang in einem am Montag auf der Regierungs-Webseite gov.cn veröffentlichten Interview mit russischen Medien. Im ersten Halbjahr hatte die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt noch um 6,3 Prozent zugelegt. Die Regierung strebt ein Plus von sechs bis 6,5 Prozent für das Gesamtjahr an. Im vorigen Jahr gab es mit 6,6 Prozent das kleinste Plus seit fast drei Jahrzehnten.

Li sprach von einer "komplizierten internationalen Situation und der relativ hohen Ausgangsbasis", die dieses Ziel schwerer erreichbar mache. China leide unter dem Druck des wachsenden Protektionismus und Unilateralismus, sagte Li mit Blick auf die amerikanischen Strafzölle auf Waren des Exportweltmeisters. In den ersten acht Monaten habe sich die Konjunktur aber allgemein stabil entwickelt.

"NICHT SEHR OPTIMISTISCH"

Analysten rechnen damit, dass sich die chinesische Wirtschaft im zu Ende gehenden Sommerquartal noch einmal abkühlen wird, nachdem die Wachstumsrate im zweiten Vierteljahr auf 6,2 Prozent und damit auf den schlechtesten Wert seit 27 Jahren gesunken war. "Der August ist normalerweise der Monat, in dem die Exporteure ihre Aufträge für das Weihnachtsgeschäft vorbereiten", sagte Ökonom Nie Wen vom Hwabao Trust in Shanghai. "Aber die Zahlen zeigen, dass die Industrie nicht sehr optimistisch ist, was die chinesisch-amerikanischen Handelsgespräche betrifft." Sie halte sich daher mit dem Aufbau von Lagervorräten zurück.

Auch aus anderen Wirtschaftsbereichen kommen Hinweise für eine langsamere Gangart. So wuchsen die Umsätze im Einzelhandel im August nur noch um 7,5 Prozent, während Analysten mit einem Anstieg auf 7,9 Prozent gerechnet hatten. Die Investitionen stiegen von Januar bis August nur noch um 5,5 Prozent, nachdem es in den ersten sieben Monaten noch zu einem Plus von 5,7 Prozent gereicht hatte. Experten rechnen damit, dass die Zentralbank ihre Geldpolitik abermals lockern könnte, um die Konjunktur anzuschieben.

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