CO2-freien Stahlproduktion

ArcelorMittal-Aktie büßt dennoch ein: Brüssel billigt deutsche Staatshilfen für grünen Umbau der Stahlproduktion

26.02.24 11:07 Uhr

Arcelormittal-Aktie dennoch in Rot: EU-Beihilfegenehmigung für die grüne Stahlproduktion | finanzen.net

Die EU-Kommission hat grünes Licht für die milliardenschwere Staatshilfe gegeben, mit der Deutschland den grünen Umbau der Stahlproduktion von ArcelorMittal fördern will.

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Die Hilfe in Höhe von 1,3 Milliarden Euro sei notwendig und angemessen für den Markteintritt der CO2-freien Stahlproduktion, teilten die Wettbewerbshüter in Brüssel am Freitag mit. Die positiven Effekte seien größer als mögliche negative Auswirkungen auf den Wettbewerb. Zuvor hatte die EU-Kommission bereits Beihilfen des Bundes für die Dekarbonisierung der Konkurrenten thyssenkrupp und Salzgitter genehmigt.

ArcelorMittal gehört zu den größten Stahlkonzernen in Deutschland. Das Unternehmen betreibt Werke in Duisburg, Bremen, Eisenhüttenstadt und Hamburg. Der Konzern beschäftigt hierzulande rund 9000 Mitarbeiter.

Die Förderung von ArcelorMittal betreffe die Standorte Bremen und Eisenhüttenstadt, teilte das Grünen-geführte Bundeswirtschaftsministerium mit. Das Land Bremen beteilige sich an der Gesamtförderung mit rund 250 Millionen Euro." Das Projekt von ArcelorMittal soll bis 2041 CO2-Einsparungen von insgesamt über 70 Millionen Tonnen realisieren." Der Förderbescheid werde nun umgehend vorbereitet, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck.

Geplant ist die Inbetriebnahme neuer Anlagen im Jahr 2026. Dabei soll der Einsatz von klimafrendlichem Wasserstoff stetig zunehmen. "Am Ende ist der Einsatz von mehr als 135.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoffs im Jahr geplant", so das Ministerium. "Damit sollen mehr als 3,8 Millionen Tonnen grüner Stahl produziert werden. Die Branche ist bislang einer der größten Umweltverschmutzer.

Im EURONEXT-Handel verliert die ArcelorMittal-Aktie zeitweise 1,73 Prozent auf 23,895 Euro.

Brüssel/Düsseldorf/Berlin (Reuters)

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Bildquellen: JEAN-CHRISTOPHE VERHAEGEN/AFP/Getty Images

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