Comeback?

NVIDIA & Co. zum Schnäppchenpreis? Goldman Sachs prognostiziert Trendwende für "10er-Regel"-Aktien

01.05.26 23:47 Uhr

Goldman Sachs bläst zum Angriff: Warum NVIDIA-Aktie und Co. nach der "10er-Regel" an der NASDAQ vor einem Turnaround stehen | finanzen.net

Mit der 10er-Regel filtert Goldman Sachs die profitabelsten Wachstumsstars des S&P 500, die nach einer monatelangen Durststrecke vor einer Neubewertung stehen könnten.

Werte in diesem Artikel
Aktien

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Rohstoffe

93,09 USD -2,27 USD -2,38%

90,54 USD -2,50 USD -2,69%

Indizes

7.383,7 PKT -200,6 PKT -2,64%

• Goldman Sachs: 10er-Regel zur Identifikation von wachstumsstarken Aktien
• Jüngste Schwäche wegen Konjunktur-Erwartungen
• Geht es mit den Wachstumsaktien bald wieder aufwärts?

Die 10er-Regel

Nach der Definition der US-Bank Goldman Sachs qualifizieren sich Unternehmen des S&P 500 - unter Ausschluss der Sektoren Finanzen, Immobilien und Versorgungsbetriebe - dann als besonders wachstumsstark, wenn sie die Kriterien der sogenannten "10er-Regel" erfüllen. Diese besagen laut MarketWatch, dass ein Unternehmen sowohl für die zwei vergangenen Jahren ein Umsatzplus von mindestens 10 Prozent vorweisen muss, als auch laut Analystenkonsens im laufenden Jahr sowie in den beiden Folgejahren voraussichtlich ein Wachstum in dieser Größenordnung erreichen wird.

Trotz dieser strengen Selektion nach Wachstumsstärke verzeichnete die "Rule-of-10"-Auswahl von Goldman Sachs zuletzt eine historisch schwache Entwicklung: In den vergangenen sechs Monaten blieb das entsprechende Portfolio um beachtliche 27 Prozentpunkte hinter dem breiten US-Index S&P 500 zurück. Laut dem Strategen-Team markiert dies eine der ausgeprägtesten Phasen der Underperformance innerhalb der letzten 15 Jahre.

Gründe für die schwache Performance

Während sich der breite Markt erholte, notieren die Wachstumstitel teils mehr als 20 Prozent unter ihren Höchstständen vom Oktober 2025. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung war die Erwartung einer wirtschaftlichen Beschleunigung im Jahr 2026, die Anleger dazu veranlasste, in konjunkturabhängige, zyklische Aktien umzuschichten: "Säkulare Wachstumsaktien sahen sich in den letzten Monaten einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, darunter die Erwartung einer wirtschaftlichen Beschleunigung, steigende Anleiherenditen und das Risiko von Störungen durch künstliche Intelligenz", so die Experten. "Tatsächlich hat der Medianwert der Aktien in unserem Screening für langfristiges Wachstum in den letzten Monaten einen Rückgang des Kurs-Gewinn-Verhältnisses um 30 Prozent verzeichnet und wird nun zu einem fast zehnjährigen Tiefststand gehandelt", so das Goldman-Team weiter.
Zahlreiche Unternehmen mit vielversprechenden langfristigen Wachstumsaussichten - von etablierten Softwaregrößen bis hin zu jungen KI-Akteuren - gerieten dementsprechend zuletzt massiv unter Druck. Das Strategenteam von Goldman Sachs um Ben Snider beschreibt diese Entwicklung als eine konsequente "Abwertung von Aktien mit langfristigem Wachstumspotenzial".

Wachstumsstarke Aktien vor Comeback?

Das Strategen-Team von Goldman Sachs prognostiziert nun jedoch eine Trendwende und ein mögliches Comeback des "Rule-of-10"-Portfolios. Angesichts steigender Ölpreise und gedämpfter Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum dürfte sich das Interesse der Investoren laut den Strategen wieder auf Firmen mit robusten, individuellen Wachstumsprofilen verlagern.
Zudem erwarten die Ökonomen sinkende Renditen bei US-Staatsanleihen, was die Attraktivität von Wachstumswerten steigern dürfte. Neben Technologieriesen wie NVIDIA, Meta, Alphabet und Amazon zählen auch Hardware-Spezialisten wie Broadcom und AMD zu den Kandidaten, die von einer Normalisierung der Bewertungen und ihrer starken Marktposition profitieren könnten.

Auch der allgemeine Analystenkonsens zeigt sich für Wachstumsstarke Aktien klar optimistisch. Laut Daten von TipRanks erhielten die Papiere von NVIDIA, Meta, Broadcom, Alphabet und Amazon innerhalb der letzten drei Monaten im Durchschnitt eine starke Kaufempfehlung. Die AMD-Aktie erhielt derweil eine moderate Kaufempfehlung.

Evelyn Schmal, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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