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09.08.2022 17:17

Continental will Gasverbrauch um 20 Prozent senken

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Hamburg (Reuters) - Der Autozulieferer Continental bereitet sich auf einen möglichen Gaslieferstopp aus Russland vor.

In zahlreichen Standorten in Deutschland würden Maßnahmen ergriffen, um alternative Energiequellen wie Flüssiggas, Treibstoff oder Strom zur Überbrückung kurzfristiger Unterbrechungen der Gaslieferungen einzusetzen, sagte Finanzchefin Katja Dürrfeld am Dienstag während einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Zusätzlich versuchen wir, den Gasverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 20 Prozent auf Konzernebene zu reduzieren", fügte sie hinzu. Ein Sprecher sagte, die Aussage beziehe sich auf die inländischen Werke. Im zweiten Quartal drückten gestiegene Kosten für Energie und Rohstoffe sowie Sondereffekte den Konzern tief in die roten Zahlen.

Erdgas stellt im Energiemix von Continental einen bedeutenden Anteil dar. Für stabile wirtschaftliche Rahmenbedingen sei eine verlässliche Energieversorgung eine unverzichtbare Grundlage, betonte der Konzern. Man beobachte die aktuelle Lage daher genau. Die indirekten Effekte eines massiven Gasmangels wären wesentlich höher als die direkten Effekte an Continental-Produktionsstandorten. Conti verwies darauf, dass Zulieferbranchen wie die Chemie-Industrie stärker betroffen wären. Produktionsausfälle dort könnten zu Lieferengpässen auch in der Automobilindustrie führen.

"DER GEGENWIND IST ORKANARTIG"

Unter dem Strich wies der Dax-Konzern für den Zeitraum April bis Juni einen Verlust von 251 Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von 545 Millionen vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem Gewinn gerechnet. "Der aktuelle Gegenwind ist orkanartig und wird kurzfristig nicht abflauen", erklärte Dürrfeld mit Blick auf die Quartalszahlen. Für das zweite Halbjahr rechnet Conti mit einer Stabilisierung der Lieferketten und einer besseren Verfügbarkeit von Halbleitern. Die Autoproduktion werde steigen.

"Mit dem aktuellen Ergebnis sind wir nicht zufrieden - auch wenn wir es so erwartet hatten", sagte Dürrfeld. Der Konzern habe zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Kosten zu senken und die Lieferketten zu stabilisieren. Dazu gehöre die Verteilung des Einkaufs auf mehrere Quellen, der Aufbau und die Haltung von Sicherheitsbeständen und eine ganzheitliche Kontrolle der Beschaffungs- und Logistikkette im Elektronikbereich. Preisverhandlungen mit Kunden würden mit dem Ziel geführt, die gestiegenen Kosten gemeinsam zu tragen. Ferner konzentriert sich Deutschlands drittgrößter Autozulieferer auf das Geschäft mit technologisch anspruchsvollen Produkten, an denen der Konzern mehr verdient. So nimmt etwa der Anteil von Premiumreifen am Absatz zu.

Als Grund für den Nettoverlust nannte Continental die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Logistik sowie den Mangel an Elektronikbauteilen und die Corona-Lockdowns in China. Außerdem wurde der Konzern durch zahlreiche Sondereffekte belastet, die sich auf mehr als eine halbe Milliarde Euro summieren.

Vorläufige operative Zahlen für das zweite Quartal hatten die Niedersachsen bereits am 20. Juli veröffentlicht und dabei auch ihre Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Demnach soll der Konzernumsatz auf 38,3 bis 40,1 (Vorjahr 33,8) Milliarden Euro steigen, bei einer operativen Rendite zwischen 4,7 und 5,7 Prozent. Im zweiten Quartal lag sie mit 4,4 Prozent unter diesem Zielkorridor.

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09.08.2022Continental BuyUBS AG
22.09.2022Continental Sector PerformRBC Capital Markets
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22.09.2022Continental SellGoldman Sachs Group Inc.
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