Das Pflücken beginnt: Erdbeeren bekommen 2024 erstmals Ehrentag

15.04.24 05:52 Uhr

BRUCHSAL (dpa-AFX) - Dank Folientunneln ist dieser Tage die Erdbeerernte in einigen Regionen Deutschlands gestartet. "Damit lässt sich jeder Sonnenstrahl in Wärme umwandeln", sagte Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) in Bruchsal bei Karlsruhe der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn es ein paar Tage Sonne gibt, kann es schnell gehen." Maßgeblich für die frühe Ernte seien die Tunnel.

Deutlicher Zuwachs im geschützten Anbau

Die Fläche des sogenannten geschützten Anbaus wuchs im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2022 in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts um fast sechs Prozent auf rund 2043 Hektar. Verglichen mit 2015 betrage das Plus sogar fast 180 Prozent.

Im Gegensatz dazu schrumpfte die ertragbringende Anbaufläche im Freiland den Daten zufolge binnen eines Jahres um knapp 6,5 Prozent und auf längere Sicht sogar um ein Drittel (33,3 Prozent) auf etwa 9325 Hektar. Ein Grund: Der Ertrag je Hektar ist im geschützten Anbau der Statistik zufolge fast doppelt so hoch wie im Freiland.

Erster Tag der deutschen Erdbeere geplant

Die ersten Erdbeeren der Saison dürften nach Schumachers Erfahrung in den Hofläden zu finden sein. Etwa eine Woche nach dem Erntebeginn in Baden und der Pfalz gehe es in der Regel in Nordrhein-Westfalen entlang des Rheins und in Bayern los. Niedersachsen und Ostdeutschland seien meist zwei Wochen später, der Norden noch eine mehr.

Je nach Wetter reiche die Saison bis Juli. Ab Mai sei mit Freilandware zu rechnen, weshalb die Erzeuger am 24. Mai zum ersten Mal den Tag der deutschen Erdbeere feiern wollen./kre/DP/zb