Nahost-Konflikt im Blick: DAX letztlich in Rot - Verwirrung um Gespräche zwischen USA und Iran

Der deutsche Leitindex verbuchte am Montag Verluste. Die verschärfte Lage in Nahost beunruhigte Anleger zum Wochenstart.
Der DAX hat den Handel zum Wochenstart mit Verlusten begonnen und behielt seine negative Tendenz letztlich bei. Er beendete die Sitzung 1,15 Prozent tiefer bei 24.417,80 Punkten.
Schließung der Straße von Hormus
Die erneute Schließung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus hat am Montag den deutschen Aktienmarkt belastet. Die Situation im Nahen Osten bleibt unverändert brenzlig. Nachdem der Iran vor dem Wochenende die Öffnung der Meerenge bis zur restlichen Dauer der Waffenruhe am Mittwoch angekündigt hatte, wurde dies nach nur einem Tag wieder zurückgenommen.
Zudem hat die iranische Führung bislang noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte. Eine nächste Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant. Die Ölpreise stiegen wieder deutlich, und die Anleger am Aktienmarkt meiden Risiken.
Zwar werde die erneute Schließung der Straße von Hormus als Teil von Machtdemonstrationen mit Blick auf weitere Verhandlungen gesehen, sodass Rückschläge einkalkuliert würden, hieß es am Markt. Die wiederholten Störungen auf einer der wichtigsten Energiehandelsrouten unterstreiche jedoch die fragile Lage und dämpfe Hoffnungen auf ein zeitnahes, tragfähiges Friedensabkommen, erklärte Marktexperte Timo Emden. Zudem weckt der neuerliche Ölpreisanstieg auch wieder Inflationssorgen, die an den Börsen mit steigenden Zinsen assoziiert werden.
DAX-Rekord zuletzt im Januar
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern aus dem Handel gegangen, was zudem einen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Julia Walter, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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