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22.02.2019 14:22
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Mögliche Einigung im Zollstreit treibt Aktienkurse

DRUCKEN

Frankfurt (Reuters) - In der Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China steigen weitere Anleger in die europäischen Aktienmärkte ein.

Dax und EuroStoxx50 stiegen am Freitag um jeweils etwa ein halbes Prozent auf 11.479 und 3273 Punkte. Die Terminkontrakte auf die US-Indizes signalisierten Eröffnungsgewinne der Wall Street.

Mut schöpfen Investoren vor allem aus dem geplanten Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He. Offenbar hätten die Gespräche ausreichend Fortschritte gemacht, um dieses zu rechtfertigen, sagte Konstantinos Anthis, Chef-Analyst des Brokerhauses ADSS. "Es erscheint immer wahrscheinlicher, dass die USA ihre Strafzölle vorerst nicht verschärfen werden."

Dieser Optimismus spiegelte sich auch am Rohstoffmarkt wider. Der Preis für Kupfer stieg um bis zu 1,5 Prozent auf ein Siebeneinhalb-Monats-Hoch von 6474,50 Dollar je Tonne. China ist der weltgrößte Abnehmer des Industriemetalls. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 67,44 Dollar je Barrel (159 Liter). Hier bremse die steigende US-Förderung den Kursanstieg, sagten Börsianer. Als erstes Land überhaupt knackten die USA dem Energieministerium zufolge in der vergangenen Woche die Produktionsmarke von zwölf Millionen Barrel pro Tag. Damit hat sich die Förderung seit 2013 mehr als verdoppelt.

RINGEN UM BREXIT GEHT WEITER - ITALIEN-BONDS UNTER DRUCK

Kopfschmerzen bereitete Börsianern allerdings das anhaltende Hick-Hack um den Brexit. Marshall Gittler, Chef-Anlagestratege des Anlageberaters ACLS Global, bezweifelte, dass Theresa May der EU weitere Zugeständnisse abringen könne. Schließlich könne die britische Premierministerin Brüssel nicht sagen, welche Änderungen notwendig seien, um die Scheidungsvereinbarung durch das tief gespaltene britische Parlament zu bringen. Vor diesem Hintergrund verbilligte sich das Pfund Sterling auf 1,2988 Dollar.

Aus den Depots flogen auch italienische Staatsanleihen. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Titel auf 2,894 von 2,829 Prozent. Die Rating-Agentur Fitch wollte am Abend (MEZ) das Ergebnis der Überprüfung der Kreditwürdigkeit Italiens bekanntgeben. Spekulationen auf eine Herabstufung der Bonität seien aber verfrüht, mahnte Portfolio-Manager Ross Hutchinson vom Vermögensverwalter Aberdeen Standard. Nach der Einigung mit der EU über den Haushalt gebe es genügend Wohlwollen, um vorerst an der Note "BBB" und dem negativen Ausblick festzuhalten.

KRAFT HEINZ-ABSCHREIBUNGEN VERDERBEN ANLEGERN DEN APPETIT

Bei den Aktienwerten standen die Lebensmittel-Hersteller im Rampenlicht. Grund hierfür ist ein Milliarden-Verlust beim US-Konzern Kraft Heinz. Der Anbieter von "Heinz Ketchup" und "Philadelphia"-Käse hat zudem eine Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC am Hals. Die Aktien seien trotz der aktuellen milliardenschweren Abschreibungen aber unterbewertet, schrieb Analystin Erin Lash vom Research-Haus Morningstar. Kraft Heinz-Papiere brachen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 20 Prozent ein. Das ist der größte Kurssturz seit der Fusion von Kraft und Heinz im Jahr 2015. In ihrem Sog gab der europäische Index für die Lebensmittelbranche 0,7 Prozent nach.

In Deutschland trennten sich Anleger von Telefonica Deutschland, deren Aktien sich um zwei Prozent verbilligten. Die EU-Wettbewerbshüter werfen der spanischen Mutter Telefonica vor, gegen Auflagen für die Übernahme des deutschen Mobilfunkers E-Plus im Jahr 2014 verstoßen zu haben. Telefonica betonte, sich an alle Vorgaben zu halten. Die Titel des Konzerns gaben in Madrid 0,8 Prozent nach.

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