Dax schwächelt - Zinsunsicherheit vor Powell-Rede bremst

05.03.24 09:32 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt treten erneut auf die Bremse.

Der Dax notierte am Dienstagmorgen 0,2 Prozent schwächer bei 17.689 Punkten. Zum Wochenstart hatte der Leitindex ebenfalls leicht verloren und seine jüngste Rekordserie damit vorerst beendet. Börsianern zufolge trauten sich die Investoren im Vorfeld der am Mittwoch beginnenden Anhörungen von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Kongress nicht aus der Deckung. Powell dürfte in seiner Rede erneut bekräftigen, dass er es nicht eilig habe, die Leitzinsen zu senken, sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst von CMC Markets. Anleger rechneten momentan fest mit einer ersten Zinssenkung im Juni. "Grätscht Powell morgen dazwischen, könnte dies den Impuls für eine Korrektur im laufenden Bullenmarkt liefern."

Wenig beeindrucken konnte die Regierung in China die Anleger mit ihren Wachstumszielen. Peking kündigte zum Auftakt des Nationalen Volkskongress am Dienstag an, auch in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von rund fünf Prozent wie im Vorjahr anzupeilen. Hoffnungen der Investoren auf ein großes Konjunkturpaket wurden nicht erfüllt. Die Börse in Hongkong rutschte um 2,7 Prozent ab.

Bei den deutschen Aktien behielten die Anleger Bayer im Auge. Der Pharma- und Agrarkonzern ist durch Wertminderungen in seiner Division Crop Science 2023 tief in die Verlustzone gerutscht und will Investoren auf seinem Kapitalmarkttag seine Strategie näher erläutern. Die Aktien lagen 0,5 Prozent im Minus.

Mehr als sieben Prozent nach oben ging es für Aktien der Online-Apotheke Redcare Pharmacy. Das Unternehmen peilt im laufenden Jahr ein Umsatzwachstum von 30 bis 40 Prozent an.

(Bericht von Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)