finanzen.net
09.05.2019 16:47
Bewerten
(0)

Europas Anleger fürchten Handelskrieg - Dax rutscht ab

DRUCKEN

Frankfurt (Reuters) - Europas Anleger scheuen inmitten wichtiger Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China das Risiko.

Der Dax gab am Donnerstag ein Prozent auf 12.060 Zähler ab, der EuroStoxx50 fiel um 1,3 Prozent auf 3373 Zähler. Auch an den US-Börsen zeichneten sich am Nachmittag Kursverluste ab.

US-Präsident Donald Trump hatte kurz vor dem Besuch der Delegation um den chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He in Washington den Ton verschärft. Er warf der Volksrepublik vor, Vereinbarungen zu brechen. China drohte erneut mit Gegenmaßnahmen, sollten die USA weitere Zölle erheben. "Trump hat die Aktienmärkte in dieser Woche in Geiselhaft genommen und schiebt damit sichere Häfen wie Gold, Franken und Yen an", sagte Marktanalyst Salah Bouhmidi vom Handelshaus DailyFX.

Auch Bundesanleihen waren gefragt, hingegen zogen Anleger sich aus Aktienanlagen in Schwellenländern zurück. "Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang", sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die gestiegenen Volatilitätsindizes zeigten, dass sich die Anleger so unsicher fühlten wie seit langem nicht mehr. Der als "Angstbarometer" geltende VDax kletterte um bis zu zwölf Prozent und erreichte den höchsten Wert seit Mitte Januar.

HEIDELBERGCEMENT NACH STARKEM JAHRESAUFTAKT IM PLUS

An den Aktienmärkten zogen sich Anleger vor allem aus besonders konjunkturabhängigen Sektoren zurück. Der europäische Auto-Index verlor 2,2 Prozent. Zu den größten Dax-Verlierern gehörten Continental mit einem Minus von vier Prozent. Der Auto-Zulieferer bekommt die Absatzflaute der Automobilindustrie stärker zu spüren. Er erhielt zum Jahresauftakt weniger Aufträge.

Im Technologiesektor trübte der US-Chiphersteller Intel mit einem mauen Ausblick auf die nächsten drei Jahre die Stimmung. Aktien von Infineon gaben drei Prozent nach.

Unter den Nebenwerten hielten Metro die rote Laterne im MDax. Die Papiere verloren in der Spitze 8,4 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 13,83 Euro. Die Supermarktkette Real hat beim Handelsriesen im zweiten Quartal für einen deutlichen Verlust gesorgt.

Zu den größten Verlierern in Europa gehörten die Papiere von Arcelor Mittal mit einem Minus von 5,4 Prozent. Der weltweit führende Stahlhersteller rechnet mit einer geringeren Nachfrage in seinen wichtigsten Absatzmärkten sowie niedrigeren Preisen in Europa.

Aktien von HeidelbergCement gewannen bis zu 3,1 Prozent. Das Unternehmen profitierte zum Jahresauftakt vom milden Winter und einer hohen Nachfrage. Gewinn und Umsatz legten daher zu. Positiv sei insbesondere, dass es dem Unternehmen gelungen sei, die Preise anzuheben, stellten die Experten von Berenberg fest.

Am Devisenmarkt setzte die türkische Lira ihre Talfahrt fort. Die Devise markierte zum Dollar mit 6,24 Lira ein Acht-Monats-Tief. Hintergrund ist die Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul. Investoren befürchten, dass auf das Land Monate der Unsicherheit bis zum Urnengang am 23. Juni zukommen. Die türkische Notenbank setzte das wöchentliche Refinanzierungsgeschäft aus, um damit ihre Geldpolitik zu straffen und die Lira zu stützen.

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt mit kleinem Minus -- Dow fester -- Lufthansa mit Gewinnwarnung für 2019 -- Deutsche Bank plant wohl milliardenschwere Bad Bank -- BASF, Bitcoin, 1&1, United Internet im Fokus

Siltronic kassiert erneut die Jahresziele. Infineon zapft Kapitalmarkt an für Übernahme von US-Firma Cypress. Chanel-Aktie als Börsenkandidat? Fusion von Sprint und T-Mobile dürfte wohl genehmigt werden. US-Sanktionen: Huawei erwartet kräftiges Umsatzminus. H&M steigert Umsatz im zweiten Quartal. Boeing erhält Milliardenauftrag von US Air Force.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Das verdienen Aufsichtsratschefs in DAX-Konzernen
Deutlich unter Vorstandsgehältern
Die Länder mit den größten Goldreserven 2019
Wer lagert das meiste Gold?
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie die Anschuldigung der USA, dass der Iran für die Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman verantwortlich ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Lufthansa AG823212
NEL ASAA0B733
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Beyond MeatA2N7XQ
TeslaA1CX3T
BASFBASF11
Infineon AG623100
Amazon906866
Microsoft Corp.870747
BayerBAY001
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Allianz840400