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21.02.2019 11:27
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DE/Online-Handel und Mieten werden wichtiger für Verbraucherpreisindex

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Online-Handel und die Mieten spielen künftig bei der Berechnung des deutschen Verbraucherpreisindex eine größere Rolle als bisher. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) wird dabei auch das dynamische Preissetzungsverhalten der Händler berücksichtigt. Eine etwas geringere Rolle spielt wegen des deutlichen Preisrückgangs der vergangenen Jahre Heizöl.

Der Anteil des Online-Handels am Verbraucherpreisindex steigt um 1,7 Prozent auf fast 11 Prozent. "Allerdings unterscheidet sich die Preisentwicklung hier nicht signifikant von der im stationären Handel", sagte Michael Kuhn, Leiter der Gruppe Preise, in Frankfurt. Berücksichtigt wird laut Destatis auch die dynamische Preissetzung von Online-Anbietern. Dazu werden auch automatisierte Preiserhebungen im Internet (Web Scraping) eingesetzt.

Destatis passt aber nicht nur die Gewichte nach Geschäftstypen, sondern auch nach Waren- und Dienstleistungsgruppen an. So stieg der Anteil des Wohnens am Index auf 32,5 (bisher: 31,7) Prozent. Das liegt schlicht daran, dass Garagenmieten künftig im Bereich Wohnen und nicht mehr wie bisher bei Verkehr verbucht werden.

Laut Destatis stiegen die Mieten im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent, nachdem sie 2017 um 1,4 Prozent zugelegt hatten. Der Anteil von Bestandsmieten an dieser Indexkomponente beträgt 99 Prozent. Bei Neuvermietung in Metropolen erhöhten sich die Mieten 2018 um 11 Prozent. Zudem berücksichtigt der Index keine Mietsteigerungen, die auf Qualitätssteigerungen beruhen.

Mit Blick auf den für die Geldpolitik relevanten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), dessen Wägungsschemata nicht alle fünf Jahre, sondern fortlaufend angepasst werden, ist die Behandlung der Pauschalreisepreise die wichtigste Änderung. Diese saisonal stark schwankenden Preise beeinflussen nationalen Index und HVPI stark, weil der Anteil von Pauschalreisen am Durchschnittsbudget eines Haushalts mit 2,7 Prozent recht hoch ist.

Laut Kuhn führen methodische Veränderungen bei der Erhebung zu noch stärkeren Schwankungen dieser Komponente im HVPI. "Die Schwankungen sind stärker geworden, wir haben jetzt höhere Ausschläge als zuvor", sagte er. Destatis erfasse jetzt mehr Reisen und bekomme dadurch den Wechsel von der Sommer- auf die Winterstichprobe besser hin. "Wir gehen davon aus, dass wir mit den aktuellen Methoden dichter an der Realität sind als bisher", sagte er.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab

(END) Dow Jones Newswires

February 21, 2019 05:28 ET (10:28 GMT)

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